McDonald's in einem Haus des Vatikan's – das ist seit Anfang an umstritten. Jetzt haben Verbraucherschützer den Papst dazu aufgerufen, die Filiale zu schließen.

Ende Dezember eröffnete die Filiale von McDonald's – rund 100 Meter vom Vatikan entfernt. Das Haus gehört dem Vatikan und dort wohnen auch einige Kardinäle. Einer von ihnen soll nach italienischen Medienberichten einen Beschwerdebrief an den Papst geschrieben haben. Zudem hatte ein Kurienkardinal öffentlich die Vermietung an die Fast-Food-Kette kritisiert.

„Wir bitten den Papst persönlich einzugreifen“

Die Kritiker bekommen nun Recht von Verbraucherschützern, die Papst Franziskus dazu aufgefordert haben, den Burger-Laden schließen zu lassen. In dem Schreiben heißt es: „Wir bitten den Papst persönlich einzugreifen, um den Mietvertrag für die vatikaneigene Immobilie zu kündigen und McDonald's aus dem Borgo-Pio-Viertel rauszuwerfen.“

Vatikan will von Schließung nichts wissen

Anstelle des Fastfood-Restaurants soll nach dem Willen der Verbraucherschützer eine Armenküche des Caritasverbandes in das Ladenlokal einziehen. Das allerdings sieht der Leiter der vatikanischen Immobilienverwaltung ganz anders. Er könne in der McDonald's-Filiale nichts Negatives sehen. Alles sei nach Recht und Gesetz verlaufen. Über Beschwerden an den Papst wisse er nichts.

Laut der italienischen Zeitung „La Repubblica“ soll der Vatikan für das 538 Quadratmeter große Ladenlokal monatlich 30.000 Euro Miete erhalten. McDonald's selbst äußerte sich bislang nicht dazu.