Nachrichten

SWR3 Kurzmeldungen

Nach Amok-Verdacht: Krisensitzung in Ludwigsburg

An einem Gymnasium im Kreis Ludwigsburg gibt es am Freitag eine Krisensitzung. Grund ist, dass ein Schüler einen Amoklauf geplant haben soll. Die Schule will besprechen, wie sie jetzt mit dem 15-Jährigen umgeht. Unklar ist, ob er nach den Sommerferien weiter dort zur Schule gehen darf.

Anschlag in Frankreich: Regierung gibt Fehler zu

Nach dem islamistischen Angriff auf eine Kirche in Nordfrankreich hat Premierminister Valls gesagt, in der Justiz seien Fehler passiert. Man hätte den einen der beiden Attentäter nicht mit einer elektronischen Fußfessel nach Hause entlassen dürfen. Künftig müsse man genauer prüfen. Valls sprach sich dafür aus, dass Moscheen in der nächsten Zeit kein Geld aus dem Ausland annehmen dürfen. Und Imame sollten seiner Ansicht nach künftig in Frankreich ausgebildet werden.

Doch noch Schlafwagen auf deutschen Schienen

In Deutschland soll es künftig doch noch Nachtzüge mit Schlafwagen geben. Die Österreichischen Bundesbahnen wollen die Strecken übernehmen. Das geht aus internen Unterlagen hervor, die den Grünen vorliegen. Die Deutsche Bahn hatte entschieden, die Nachtzüge aufzugeben, weil sie sich angeblich nicht mehr lohnen.

Papst besucht früheres KZ in Auschwitz

Papst Franziskus besucht am Freitag das ehemalige KZ Auschwitz/Birkenau in Polen. Franziskus will dort keine Rede halten, sondern in aller Stille der mehr als 1,1 Millionen von den Nazis Ermordeten gedenken. Außerdem trifft er sich mit Menschen, die Juden vor der Ermordung gerettet haben.

USA: Clinton ist Kandidatin der Demokraten

In den USA hat Hillary Clinton ein großes Wirtschaftsprogramm versprochen, wenn sie im Herbst zur Präsidentin gewählt wird. Durch das Programm sollen Unternehmen Tausende neue Jobs schaffen. Zuvor hatte Clinton beim Parteitag der Demokraten die Nominierung zur Präsidentschaftskandidatin angenommen. Sie tritt gegen den Unternehmer Donald Trump von den Republikanern an.

Indonesien richtet Drogenhändler hin

In Indonesien sind vier verurteilte Drogenhändler hingerichtet worden, trotz internationaler Proteste. Die drei Nigerianer und ein Indonesier wurden erschossen. Zehn weitere Todeskandidaten wurden zunächst verschont, vermutlich aber nur wegen eines Sturms am Hinrichtungsort. Die EU und UNO-Generalsekretär Ban hatten Indonesien noch vor Kurzem aufgefordert, auf die Hinrichtungen zu verzichten.

USA wirft Türkei Behinderung des Kampfs gegen IS vor

Die Entlassungen bei der türkischen Armee nach dem gescheiterten Putsch behindern offenbar den Kampf gegen den IS. US-Geheimdienstchef Clapper sagte, die Zusammenarbeit würde schwieriger, weil viele Ansprechpartner nicht mehr da seien. Nach dem Putschversuch hatte der türkische Präsident Erdogan tausende Soldaten entlassen. Unter ihnen auch knapp 1.700 Offiziere und Generäle.