SWR3 Gamecheck Das Chaos ist zurück!

Der Schrottplatzplanet Deponia steht kurz vor der Sprengung: Chaos pur. Du kannst mithilfe des Serienhelden Rufus – der ein wahrer Katastrophenmagnet ist – den Planeten vor dem Aussterben retten. Der zweite Teil der Deponia-Trilogie hat mächtig was zu bieten.

Darum geht´s:

Die Deponia-Trilogie geht in die zweite Runde. Erneut hat Held Rufus, der von sich selber behauptet „Ich bin wie Herpes, nur cooler“, mit den Tücken des Lebens zu kämpfen. Jeder Versuch zu helfen oder die Welt etwas besser zu machen, endet im totalen Chaos. Dieses Mal soll sein Heimatplanet Deponia von einer profitgierigen Militärorganisation gesprengt werden, zudem leidet seine Freundin an einer dreifach gespaltenen Persönlichkeit. Und an beiden Unglücken ist Rufus natürlich nicht ganz unschuldig. Trotzdem versucht er sein Bestes, um die Sache wieder hinzubiegen. Leider.

So spielt sich’s:

„Chaos auf Deponia“ ist – wie auch sein Vorgänger – ein klassisches Point-&-Klick-Adventure. Mit der Maus wird der Held gesteuert, werden Objekte untersucht und miteinander kombiniert und Dialoge geführt. Die Spielwelt hat sich mit dem „Schwimmenden Schwarzmarkt“ im Vergleich zum Vorgänger fast verdoppelt, neue Figuren wurden eingeführt, was beides zu einer deutlich gewachsenen Spieldauer von rund zehn Stunden führt. Der Schwierigkeitsgrad der Rätsel ist jetzt deutlich ausgeglichener und qualitativ sogar noch besser geworden.

So sieht`s aus

Auch bei der Präsentation haben die Entwickler – trotz identischer Grafik-Engine – noch mal nachlegen können. Die Zwischensequenzen sind länger und sehen professioneller aus als im ersten Teil, auch die Animationen fallen ein ganzes Stück weicher und realistischer aus, der schöne Comiclook gefällt nach wie vor. Das absolute Glanzstück ist aber der Sound: Allein Monty Arnold als deutsche Stimme von Held Rufus ist ein Erlebnis und – zusammen mit den völlig skurrilen Dialogen – ein heißer Anwärter für den Deutschen Comedypreis.

Fazit:

30,- Euro (PC)
ab 6 Jahren
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Auch wenn der Vergleich inzwischen überstrapaziert ist: Kein Adventure der letzten Jahre war bisher näher dran am legendären „Monkey Island“ aus den 90er Jahren. Die Story ist noch verrückter, die Dialoge sind noch aberwitziger, die Rätsel noch ein bisschen verdrehter, aber nie unfair. Da fragt man sich, wie man das zum dritten Teil noch steigern will. Aber das haben wir uns auch schon nach dem genialen ersten Teil gefragt.


Szenenbild aus dem Trailer (Quelle: Youtube) Um dieses Audio oder Video anzuzeigen, benötigst Du den Flash Player von Adobe, den Du hier herunterladen kannst