Jetzt könnt ihr euch auch bei Google Musik kaufen. Über ein Jahr nach dem Start in den USA kommt „Google Play Music“ offiziell nach Deutschland. Kann das was? Wir haben die großen Musik-Portale verglichen.
Deine Musik einfach hochladen und überall abspielen – Hardcore-Google-Fans kennen das möglicherweise schon länger. Über Umwege konnte man den Cloud-Speicher und den Player schon nutzen. Allerdings gab's bisher in Deutschland keine Musik zu kaufen. Jetzt ist Googles Musikangebot in Deutschland auch offiziell am Start. Über den Play Store könnt ihr euch jetzt Tracks und Alben ziehen – zu konkurrenzfähigen Preisen. Das Ganze wird via Cloud auch auf allen Geräten synchronisiert. Amazon und Apple bieten solche Lösungen schon länger an.
Im Prinzip funktioniert das bei Google ähnlich wie bei der Konkurrenz: Ich kann eigene Musik mit dem Cloud-Angebot abgleichen, gekaufte Musik wird gleich in die Cloud geladen. Die Unterschiede liegen im Detail – und in den Preisen. Bei ersten Tests konnten wir bei Alben teilweise 3 und mehr Euro Preisunterschied feststellen. Vergleichen lohnt sich also jetzt noch ein bisschen mehr.
| Google Play Music | Amazon (mit Cloud Player) | Apple iTunes (mit iTunes Match | |
|---|---|---|---|
| Gebühr/Jahr | kostenlos für 20.000 Songs + alle, die bei Google Play gekauft werden | 25 Euro (kostenlos für 250 Songs + alle, die bei Amazon gekauft werden) | 24,99 Euro |
| Preise für einzelne Songs | 0,99-1,29 Euro (Normalpreis) Sonderpreise ab 0,69 Euro | 0,99 Euro (Normalpreis) Sonderpreise ab 0,49 Euro | 1,29 Euro (Normalpreis) Sonderpreise ab 0,69 Euro |
| Preise für Alben | 6,99-7,99 (die meisten Alben) Sonderpreise ab 3,49 | 9,99 Euro (Normalpreis) Sonderpreise ab 3,99 Euro | variabel, meist 9,99-12,99 Euro |
| Speicherplatz für eigene Songs | 20.000 Songs, erweiterbar gegen Gebühr (gilt auch für andere Google-Produkte) | 250 Songs, erweiterbar auf bis zu 250.000 Songs gegen Gebühr | 25.000 Songs |
| Gekaufte Songs werden auf den Speicherplatz angerechnet | nein | nein | nein |
| Mobile Apps für... | Android (iOS und Windows Phone über Website oder Drittanbieter-Apps) | Android, iOS | iOS (iPad, iPod, iPhone) Für andere Geräte gibt's Lösungen von Drittanbietern |
| Desktop-Anwendungen | nein (nur Sync-Software) | nein (nur Sync-Software) | iTunes für OS X und Windows |
| Browser-Anwendung | ja | ja | nein |
Die Frage ist, ob Google mit seinem Angebot nicht zu spät kommt – denn auch viele Streaming-Dienste sind in Deutschland aktiv. Dabei kauft man Musik nicht, sondern mietet sie gegen eine monatliche Flatrate – die Musik ist dann auch überall via Cloud verfügbar.
| Spotify | Simfy | rdio | Deezer | Napster | |
|---|---|---|---|---|---|
| Abo/Monat | 4,99 Euro (Unlimited) 9,99 Euro (Premium) | 4,99 Euro (Premium) 9,99 Euro (Premium plus) | 4,99 Euro (Internet) 9,99 Euro (Unbegrenzt) | 4,99 Euro (Premium) 9,99 (Premium+) | 7,95 Euro (Music-Flatrate) 9,95 Euro (Music-Flatrate + Mobile) |
| Kostenlose Variante verfügbar? | ja (mit Werbung) | ja (mit Werbung) | nein (nur 30-Sekunden pro Song) | ja (mit Werbung) | nein |
| Anzahl der Songs laut Anbieter | über 13 Mio. | über 18 Mio. | über 18 Mio. | über 20 Mio. | 15 Mio. |
| Offline-Nutzung möglich | ja (im Tarif „Premium“) | ja (im Tarif „Premium plus“) | ja (im Tarif „Unbegrenzt“) | ja (im Tarif „Premium+“) | ja (im Tarif „Music-Flatrate + Mobile“ |