In „The Cave“ erkunden drei Abenteurer eine gewaltige Höhle und lösen dort Rätsel. Dabei kann die Höhle nicht nur sprechen, sondern ist randvoll mit Sachen, die man dort eher nicht vermutet!
Mit dem Namen Ron Gilbert können sicher nur wenige etwas anfangen. Viel bekannter sind dagegen seine Spieleklassiker wie „Monkey Island“, „Maniac Mansion“ oder „Zac McKracken“, die seit 20 Jahren als Messlatte für jedes Adventure gelten. Übersprungen hat die übrigens seitdem noch niemand. Jetzt kommt Nachschub von der Legende. In „The Cave“ erkunden drei Abenteurer eine gewaltige Höhle und lösen dort Rätsel. Dabei kann die Höhle nicht nur sprechen (und fungiert im Spiel als Erzähler), sondern ist randvoll mit Sachen, die man dort eher nicht vermutet – wie etwa ein mittelalterliches Schloss, ägyptische Pyramiden, ein Vergnügungspark oder eine abschussbereite Rakete mit Nuklear-Sprengkopf.
Sieben Helden stehen zur Auswahl: Mönch, Zeitreisende, Ritter, Zwillinge, Hinterwäldler, Abenteurerin und Wissenschaftlerin. Aber nur drei können wir mitnehmen. Jeder hat eine außergewöhnliche Fähigkeit, die es sinnvoll einzusetzen gilt. Dabei springen wir zwischen den drei Auserwählten hin und her (oder spielen das Abenteuer im Multiplayer zusammen mit Freunden), da viele Rätsel nur in Zusammenarbeit zu lösen sind. Wollen wir zum Beispiel einen Drachen fangen, muss einer ein Würstchen aus einem Automaten ziehen (der aber erst wieder in Betrieb genommen werden muss), der zweite platziert es in einer Falle und der dritte schnappt den Drachen mit einem Greifhaken. Ganz einfach. Wenn man erst mal drauf gekommen ist.
Die Figuren erinnern stellenweise sehr an das alte „Maniac Mansion“ – was durchaus als Kompliment gedacht ist. Schön bunt und etwas schräg halt. Wie auch der Rest der klassischen 2D-Grafik. Absoluter Höhepunkt ist aber die (englische) Vertonung mit den deutschen Untertiteln, allen voran die sprechende Höhle („Ja, ich bin eine sprechende Höhle. Kein Grund zum Lachen – Dating wird damit zur Qual“). Das ist herrlich britisch komisch und zuweilen auch richtig düster; es erinnert ein wenig an den brillanten Humor von Monty Python.
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Gut, die Klasse eines Monkey Island erreicht „The Cave“ nicht ganz. Dazu bleiben die einzelnen Charaktere doch etwas zu blass, auch sind die Rätsel nicht ganz so komplex. Was aber Witz, Skurrilität und Spielspaß angeht, spielt dieses Adventure an der Spitze mit. Das Spiel kostet 13 Euro. Es gibt es für PS3, Xbox 360 und für den PC als Download. Und ist auch für Anfänger geeignet.