SWR3 Computer & Netz Safer Internet Day: So surfen Kinder sicherer

Das Internet besteht aus mehr als Gewalt, Sex und Verschwörungstheorien. Wenn Eltern hinschauen und auf ein paar Dinge achten, muss das Netz aber nicht gefährlich sein.

Für Kinder ist das Netz nicht überall sicher. Was manchem Erwachsenen schon die Schamesröte ins Gesicht treibt oder womit wir nur schwer klar kommen, kann für Kinder ein ernsthaftes Problem werden. Auf der Suche nach durchaus sinnvollen und nützlichen Infos können sie auch über jede Menge Inhalte stolpern, die definitiv nicht altersgerecht sind – das müssen noch nicht mal Gewaltvideos und Pornos sein.

Filter filtern nicht alles

Deshalb preisen vor allem einige Zugangsanbieter ihre Filterprogramme an. Die sollen dafür sorgen, dass völlig indiskutable Inhalte erst gar nicht auf Bildschirme kommen, vor denen Kinder sitzen. Wer nicht über seinen Internetprovider einen solchen Familien-Filter bekommt, findet im Netz selbst diverse Programme zum Download. Das Problem dabei ist: Solche Programme unterscheiden anhand von bestimmten Suchbegriffen, was sie ausfiltern und was nicht. So werden beispielsweise häufig Seiten gesperrt, in denen das Wort Sex vorkommt.

Nicht auf Filter verlassen

Diese Filter können nur so gut sein wie die Suchbegriffe, mit denen man sie füttert. Dabei ist nicht ausgeschlossen, dass eigentlich bedenkliche Seiten trotzdem angezeigt werden oder welche ausgefiltert werden, die nun wirklich kein Problem für Kinder wären. Im Prinzip sind diese Filter ähnlich zuverlässig oder unzuverlässig wie die Spamfilter in E-Mail-Programmen: Auch die erkennen nicht jede unerwünschte E-Mail. Eltern sollten sich also keinesfalls alleine auf solche Filterprogramme verlassen.

Surfzeit beschränken

Alternativ – oder zusätzlich dazu – lassen sich bestimmte Uhrzeiten festlegen, zu denen der Nachwuchs ins Netz darf. In neueren Betriebssystemen (wie Windows) lässt sich zum Beispiel festlegen, dass der Nachwuchs nur von 14 bis 16 Uhr ins Internet darf. Das schützt zwar nicht vor gefährlichen Inhalten, aber es gibt ein bisschen mehr Kontrolle. Das macht es auch einfacher, beim Surfen mal über die Schulter zu schauen. Die wichtigste Kindersicherung sind sowieso die Eltern: Sie sollten wissen, was ihre Kinder im Netz so treiben und mit ihnen auch darüber reden, was sie gelesen oder gesehen haben.

Suchmaschinen für Kinder

Eine gute erste Anlaufstelle für Kinder sind Kindersuchmaschinen und entsprechende Portale. Auch der SWR hat mit dem Kindernetz ein Angebot, das speziell auf die Bedürfnisse von Kindern zugeschnitten ist. Wie auch bei anderen kindgerechten Suchmaschinen steckt dahinter eine Redaktion, die alle Inhalte prüft und so aufbereitet, dass Kinder etwas damit anfangen können.