Cop-Thriller mit Starbesetzung: Im New Yorker Stadtteil Brooklyn gilt ein anderes Gesetz – das „Gesetz der Straße“. Ein gefährliches Leben für die Polizei. Mit dabei: Richard Gere, Ethan Hawke und Wesley Snipes.
Sehr spannend, unglaublich düster und überhaupt nicht vorhersehbar – „Gesetz der Straße“ ist ein beeindruckender Film. Gezeigt wird eine Welt, in der Gesetz und Ordnung der reinste Witz sind, weil sich keiner darum kümmert. Im New Yorker Brennpunktviertel Brooklyn sind viele der Cops genauso schlimm wie die Verbrecher, die sie jagen: Korrupt und absolut skrupellos.
Schon die Anfangsszene zeigt, wo es langgeht: In einer dunklen, einsamen Straße sitzen zwei Männer im Auto. In ihrem Gespräch geht es entspannt, beinahe belanglos zu. Witze werden gerissen. Dann zieht plötzlich einer von ihnen eine Waffe und erschießt seinen Gegenüber. Der Killer wird gespielt von Ethan Hawke. Und der ist eigentlich Polizist. Einer der mächtig Geldsorgen hat. Bei Razzien versucht er Drogengeld abzuzweigen, manchmal begeht er auch einen Mord. Er braucht das Geld für seine Familie, seine schwangere Frau. Dann gibt es noch den alternden Cop, Richard Gere, der in einer Woche in den Ruhestand geht. Er ertränkt seine Weltschmerzen im Alkohol und will die letzten Tage nur noch eine ruhige Kugel schieben. Aber dann wird er doch dazu gezwungen, noch einmal etwas zu riskieren: Sein Leben.
Gut und Böse gibt es in diesem Film nicht. Aber dafür einen Haufen Charaktere, mit vielen Ecken und Kanten. Menschen, die versuchen ihre Probleme zu meistern. Einige von ihnen werden das am Ende nicht überleben. Der Film von Regisseur Antoine Fuqua, der durch den harten Krimi „Training Day“ bekannt wurde, ist knallharter Cop-Thriller und bewegendes Großstadt-Drama in einem. Die Story ist toll erzählt und packend inszeniert. Der Showdown überwältigend. Die Leistungen von Ethan Hawke und Richard Gere einfach überragend.
Fazit: Ein Film, der unter die Haut geht und einer der besten Polizei-Krimis seit langem.