Vor zwei Jahren ein Riesen-Kinohit, jetzt ist die Fortsetzung da: die Comicverfilmung „Iron Man“. Robert Downey Jr. und Gwyneth Paltrow sind wieder mit dabei, dazu Samuel L. Jackson und Scarlett Johansson. Aber taugt der neue Teil etwas?
Natürlich ist vor allem Robert Downey Jr. als Titelheld wieder sehr sehenswert. Er spielt den Iron Man, der eigentlich Tony Stark heißt und ein superreicher Konzernchef ist, als überzogen selbstverliebten Medien-Clown. Seinen Auftritt als Superheld zelebriert er z.B. auf einer Weltausstellung in New York, in dem er zu den Klängen von AC/DC-Musik auf die Bühne schwebt, große Reden schwingt und sich wie ein Popstar feiern lässt: ein eitler, selbstgefälliger Kotzbrocken. Dass er trotzdem nicht unsympathisch wirkt, liegt an dem herrlich selbstironischen Spiel von Robert Downey Jr.
Diesmal will die US-Regierung in den Besitz des Iron-Man-Anzugs gelangen, ebenso wie ein einflussreicher Waffenfabrikant. Zu allem Unglück taucht auch noch ein grummelig-durchgeknallter Russe im eisernen Outfit auf und versucht, unserem Helden Saures zu geben. Dargestellt wird der narbige Bösewicht von Mickey Rourke, der so abgewrackt und kaputt wirkt wie zuletzt in seinem Oscarfilm „The Wrestler“. „Iron Man 2“ braucht ganz schön lange bis er mal in die Puschen kommt. In der ersten Stunde geht's eigentlich nur um die Gesundheits- und Ego-Probleme von Tony Stark. Action wird da kaum geboten. Erst gegen Ende kracht und knallt es in bewährter Form. Auch wenn die Handlung Hänger hat: Die tollen Darsteller machen Vieles wieder Wett. Scarlett Johansson zum Beispiel hat hier echt was drauf: Sie verkörpert eine rothaarige Prügelamazone.
Nicht so gut wie das Original – aber immerhin ordentliche Unterhaltung für einen verregneten Abend.