Angelina Jolie sorgt vor allem als Teil von Brangelina für Schlagzeilen, aber die Dame arbeitet tatsächlich auch noch als Schauspielerin. Jetzt kommt ein neuer Film von ihr in die Kinos: „Salt“.
Salt ist ein Agenten-Thriller, in dem Angelina ähnlich wie in „Tomb Raider“ oder „Wanted“ mächtig Stunts absolvieren muss. Jo Müller hat den Film gesehen und meint: Als Action-Heldin funktioniert Angelina noch ganz gut. Sie macht einfach alles platt, was sich ihr in den Weg stellt.
Angelina Jolie spielt eine grimmige CIA-Agentin, die verdächtigt wird für die russische Gegenseite zu arbeiten und ein Attentat zu planen. Tatsächlich scheint sie das auch zu tun. Der Zuschauer tappt einige Zeit im Dunkeln. Was gar nicht so unspannend ist. Aber was wie ein harter-realistischer Agenten-Thriller Marke „Bourne Identity“ beginnt, wird nach und nach zum hirnfreien Action-Baller-Streifen. Unglaubwürdig, unlogisch und vorhersehbar.
Angelina schießt mit Maschinenpistolen und schmeißt mit Handgranaten um sich, hüpft bei waghalsigen Verfolgungsjagden von einem Lastwagendach aufs andere oder kracht durch Fensterscheiben. Kurz: sie macht auf Jane Bond. Aber im Gegensatz zu einem James Bond-Film wird „Salt“ ganz ernst, ohne jegliches Augenzwinkern erzählt. Die anfangs verwundbare Titelheldin verwandelt sich plötzlich in ein unverletzliches Superwoman. Als Zuschauer glaubt man das keine Sekunde. Zumal Regisseur Phillip Noyce auch noch allen Ernstes die uralten Kalte-Krieg-Feindbilder aus dem Hut zaubert.
Bei Angelinas vorigem Action-Knaller „Wanted“ war alles herrlich überzogen und deshalb unterhaltsam. Hier wird nicht mehr geboten als einigermaßen ordentliche Action in einem Film, den man anguckt und sofort wieder vergessen hat.