SWR3 Kino-Tipp Sieben Leben

Will Smith in einer ungewöhnlich düsteren Rolle: „Sieben Leben“ hat rein gar nichts mit den Komödien zu tun, die ihn so erfolgreich machten. SWR3-Kinomän Jo Müller hat den Film gesehen und verrät euch, wie’s war.

Diesmal kein lustiges Popcorn-Movie mit Wonneproppen Will, sondern ein tieftrauriges Drama. Eine echte Tragödie. So düster war Will selten. Er spielt einen Mann namens Ben Thomas. Gleich in der Anfangsszene wird klar, dass diesmal alles hochdramatisch wird: Ben wirkt völlig verstört, greift zum Telefon, ruft den Notruf an, wegen eines Selbstmordes. Es ist sein eigener.

Film voller Andeutungen

Das ist ein echt knalliger Anfang. Danach wird in Rückblenden erzählt, was diesen Mann zu seinem Vorhaben bewegt hat. Der Film macht dabei immer nur vage Andeutungen und Anspielungen. Jedenfalls: Sein großes Ziel ist es, Gutes zu tun. Es kommt irgendwann heraus, dass er sein Leben für das von anderen hergeben will, um damit eine große Schuld wiedergutzumachen.

Spannendes Puzzle

In der ersten Stunde hat mich der Film gepackt, weil sich die Puzzleteile erst nach und nach zusammenfügen und das durchaus wirkungsvoll inszeniert ist. Dann aber, wenn klar ist, worum es geht, lässt die Wirkung stark nach; es passiert genau das, was jeder erwartet.

Will Smith leidet

Außerdem: Der Film ist eigentlich eine One-Man-Show, eine von Will Smith. Kaum eine Szene, die er nicht durch Großaufnahmen dominiert, damit sein verstörter, leidender Gesichtsausdruck voll zur Geltung kommt. Das ist anfangs auch ganz wirkungsvoll. Weil er aber den ganzen Film über verstört und leidend guckt und ihm auch immer mal wieder zwischendurch Tränen über die Wangen kullern, ging mir das dann doch gehörig auf die Nerven. Vielleicht macht Will Smith ja bald mal wieder ein Komödie. Da ist er unterhaltsamer.

Die Details

Filmplakat: Sieben Leben (Quelle: SonyBMG/ Columbia )

Filmplakat: „Sieben Leben“

Original-Title:
Seven Pounds
Genre:
Drama
FSK:
ab 12 Jahren
Land/Jahr:
USA/2008
Kinostart:
08.01.2009
SWR3-Bewertung: