Böse Vampire, gute Vampire und die große Liebe: Mit „Twilight“ kommt jetzt der erste Film zur Vampir-Bestseller-Reihe von Stephenie Meyer in die Kinos. Wahrscheinlich nur ein Film für echte Fans, meint SWR3-Kinomän Jo Müller.
Wer von „Twilight – Biss zum Morgengrauen“ einen Action-Vampirfilm erwartet, wird enttäuscht sein. Der Film ist eher eine Mixtur aus Fantasy-, Romantik- und Teenie-Film.
Zum Inhalt: Die 17-jährige Bella zieht in ein kleines Kaff. Dort verliebt sie sich an der neuen Schule in den extrem blassen Außenseiter Edward. Wie sich herausstellt, ist das ein Typ mit besonderen Fähigkeiten. Zum Beispiel stoppt er heranrasende Autos einfach so mit der Hand. Und: Er ist ein Vampir – das macht dem Mädel aber nichts aus. Bald wird sie als Mitglied der schnieken, wohlhabenden Blutsaugerfamilie willkommen geheißen. Leider muss sie nun aber erfahren, dass es auch richtig böse Vampire gibt.
Der monochrome Look des Films ist zwar ganz schick, aber für meinen Geschmack ist dieses Vampir-Epos zu blutleer. Wenn mir die Haare zu Berge standen, dann nicht etwa, weil alles so schaurig war, sondern wegen der grenzwertigen Rührseligkeit. Außerdem trug das Mienenspiel von Hauptdarsteller Robert Pattinson auch nicht gerade zu meiner Begeisterung bei: Sein Blick variiert irgendwo zwischen schläfrig und sehr schläfrig. Aber die Fans der Bücher werden bestimmt trotzdem begeistert sein.