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Rezension von elane

Sabrina Qunaj: Elfenmagie

„Ein Fantasyerlebnis, wie es sein soll!“

Vanora, ein junges, lebensfrohes Mädchen, sieht Schatten um sich; Schatten, die ihr nichts antun, aber die sie doch ängstigen, Schatten, die sie beschützen wollen vor Dingen, von den sie (noch) nichts weiß. Erst als der geheimnisvolle Glendorfil bei ihrem Vater, dem Schmied, auftaucht, verändert sich ihr Leben schlagartig und die Vorbereitung auf ein Schicksal, das die Welt der Elfen verändern soll, beginnt.

"Elfenmagie" ist das Fantasydebüt der jungen Autorin Sabrina Qunaj und gleich vorneweg: Ich bin begeistert! Dies ist Fantasy, wie ich sie gerne lese - und kein Jugendbuch!
Das Buch nimmt mich mit auf eine Reise durch Elvion, das geteilte Reich der Licht- und Dunkelelfen. Die Geschichte wird besonders lebendig durch die verschiedenen "Point of View"-Charaktere, denen Sabrina Qunaj durch ihre ausgezeichnete Art zu Schreiben Eigen- und Besonderheiten verpasst. Die nachdenkliche Vanora, den sorglosen Eamon und den grandelnden, aber herzlichen Bienli hatte ich schnell liebgewonnen. Aber selbst auf vermeintlich bösen Charaktere durfte ich einen Blick werfen und feststellen, dass sie nicht einfach böswillig zum Selbstzweck sind, sondern mehr oder weniger nachvollziehbare Gründe für ihr Handeln haben. Diese Vielschichtigkeit mag ich, denn wer entscheidet, was gut und was böse ist?
Neben dem Fokus auf die Beziehungen der Charaktere untereinander und die doch etwas zu kitschige Liebesgeschichte (die aber haarscharf wieder eingefangen wird), hält "Elfenmagie" auch nicht zu knapp packende Kampfszenen bereit, die hart und mitreißend beschrieben sind. Die Geschichte überrascht immer wieder mit Wendungen und Enthüllungen, die ihr eine neue, andere Dynamik verpassen, dabei aber stimmig und in sich rund bleiben. Langweilig, langatmig, ist es für mich nie geworden und nach den knapp 1.000 Leseseiten war ich vom Buch überwältigt und traurig, dass ich wieder daraus auftauchen musst.

Autor: Sabrina Qunaj
Titel: Elfenmagie
Verlag: Aufbau Taschenbuch 2012
ISBN: 9783746627380
Tolle Charaktere, großartige Geschichte und eine interessante Welt - was begehrt mein Fantasy-Herz mehr?!
Ein großes Dankeschön an die Autorin Sabrina Qunaj, die diese Fantasywelt erschaffen und mich damit bezaubert hat. Und deshalb freue ich mich - obwohl "Elfenmagie" als Einzelband stehen kann -, mit "Elfenkrieg" bald wieder nach Elvion reisen zu dürfen, alten und neuen Charakteren zu begegnen.

Rezensions-Autor: elane
6 Elche (Schulnote: 1)6 Elche (Schulnote: 1)6 Elche (Schulnote: 1)6 Elche (Schulnote: 1)6 Elche (Schulnote: 1)6 Elche (Schulnote: 1)
Rezension von Deborah

Sabrina Qunaj: Elfenmagie

„Fantasy, wie ich sie mag - Kopfkino vom Feinsten!“

Elfenmagie ist mein aktuelles Lieblingsbuch. Sabrina Qunaj, die junge Buchautorin aus der Steiermark, hat hier ein beeindruckendes Debüt abgeliefert. Sicherlich nicht perfekt, aber unterhaltsam bis zur letzten Minute.

"Elfenmagie" hat einfach alles zu bieten, was man sich wünschen kann: Phantasie, Liebe, Spannung, unerwartete Wendungen, vielschichtige Charaktere, Missverständnisse, Dramen, Verrat, Schicksal, Magie... das alles und noch viel mehr im Überfluss.

Bemerkenswert ist von Anfang an, dass in diesem Buch quasi die dunkle Seite die Gute ist und die Herrscherin des Lichtreiches das personifizierte Böse darstellt. Königin Alkariel ist die große, böse Hexe in diesem Spiel. Wohingegen die Schattenritter und Dunkelelfen die einzige Nachfahrin von Alkariels Schwester Daralee, die Halbelfe Vanora, beschützen. Glendorfil und Eamon wissen, dass Alkariel mit Vanoras Blut die Barriere zwischen dem Lichtreich und dem Schattenreich Elvions zerstören will, um wieder über das ganze Reich zu herrschen. Sie wissen auch, dass Vanora dafür sterben muss. Die Schattenritter haben es sich zum Ziel gemacht, Vanora so lange vor Alkariels Einfluss zu schützen, bis sie stark genug ist, gegen Alkariel zu kämpfen und sie zu besiegen. Daher wächst sie unter dem ständigen Schutz der Dunkelelfen in der Welt der Menschen auf, bei ihrem Vater Briac. Ab ihrem zehnten Lebensjahr wird sie jedoch von Glendorfil unterrichtet. Ziel beider Seiten ist die Vereinigung Elvions - aber mit unterschiedlichen Mitteln. Als Fürst Nevliin, der frühere beste Freund und mittlerweile Anführer der Lichtritter, ins Spiel kommt, eskaliert die Situation. Er ist der treue Diener Alkariels bis er ihre wahre Natur und ihren Verrat ihm gegenüber erkennt. Auch er wird zum erbitterten Feind Alkariels.

Bis zuletzt haben sich meine Sympathien für die einzelnen Figuren ständig geändert. Ich wurde immer wieder überrascht, wenn zum Beispiel aus einem vermeintlich gefühlskalten Elfen ein mitfühlendes Wesen und aus einer lieben, unschuldigen Halbelfe eine blutrünstige Rächerin wurde. Spannend ist natürlich die klassische Dreiecksbeziehung Eamon - Vanora - Nevliin. Wer einen Haufen Gefühlsduselei erwartet, wird sich sehr wundern: Bis zur finalen Schlacht kommte es zu einigen spannenden und auch sehr drastisch beschriebenen Kämpfen und Schlachtszenen. In manchen Fällen sind das Gemetzel und der Blutrausch schon erschreckend und nichts für zarte Gemüter. Keine Angst: Es gibt zwischendurch auch mal was zu Lachen mit Kobold Bienli und seiner Frau Finola. Elfenmagie ist eine abgeschlossene Geschichte. Es gibt keinen Cliffhanger. Aber es wird weitere Geschichten um Elvion geben. Im September erscheint der nächste Teil "Elfenkrieg".

Rezensions-Autor: Deborah

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