Ein beinharter Cop-Thriller. Und doch unterscheidet er sich von anderen Filmen dieses Genres. SWR3-Kinomän Jo Müller hat den Film gesehen und verrät, was das Besondere an „End of Watch“ ist.

Regisseur und Drehbuchautor David Ayer mit Michael Pena; Foto: Tobis Film
1/10

Regisseur und Drehbuchautor David Ayer mit Michael Pena

Foto: Tobis Film

Weitere Galerien

Ganz viele „Endlichs“: Janet Jackson wird endlich Mama, wenn auch ganz schön spät, Jodie Foster bekommt endlich einen eigenen Stern, mit Sarah Wiener setzt sich endlich ein Star aus der Koch-Szene auch politisch ein und Jay Z hat endlich etwas zu verkünden. Außerdem die Frage, wann Justin Bieber endlich erwachsen wird.

 

Es regnet Asche, der Himmel ist von dunkelgrauen Wolken verdeckt: In der kanadischen Provinz Alberta hat ein Waldbrand bereits 90.000 Menschen in die Flucht geschlagen. Dörfer und Gemeinden sind verwüstet, Tote oder Verletzte gab es laut Medienangaben aber nicht. Es ist die größte wegen Bränden veranlasste Evakuierung in der Geschichte der Provinz.

 

Er ist aufgemacht wie eine Dokumentation. So als ob das, was hier zu sehen ist, alles real wäre. In der Art von „Blair Witch Projekt“ oder „Paranormal Activity“. Mit Wackelkamera oder unscharfen Bildern wird Realität vorgegaukelt. Und das funktioniert ziemlich gut. 

Cops im Einsatz

Es geht um Polizisten, die im Großstadtdschungel von L.A. im Dauereinsatz sind und täglich ihr Leben riskieren. Sie jagen kleine und große Kriminelle. Dann kommen zwei von ihnen einem mächtigen mexikanischen Drogenkartell in die Quere. Und das Drama nimmt seinen Lauf. Durch die ungewöhnliche Machart wirkt dieser Film erschreckend authentisch und zieht den Zuschauer mitten hinein ins Geschehen. Allein die Autoverfolgungsjagd am Anfang ist schon atemberaubend, wenn die Cops dann aber über nächtliche Hinterhöfe rennen oder in abbruchreifen Häusern nach Schutz suchen, während sie von allen Seiten beschossen werden: Da duckt man sich förmlich im Kinosessel. Mir ist es teilweise wirklich so vorgekommen, als wäre ich selbst mitten im Getümmel und als würden mir die Kugeln um die Ohren fliegen.  

Hier könnt ihr euch den Filmtrailer reinziehen

Screenshot aus dem Trailer; Foto: Tobis Film

Spannend, aufregend, nervenzehrend!

Was den Film zudem sehr überzeugend macht, sind die guten Schauspielerleistungen. Wirklich toll: Jake Gyllenhaal mit kahlgeschorenem Kopf. Cop-Thriller gibts wirklich viele – aber in dieser Machart hat man noch keinen gesehen. „End of Watch“ ist spannend, aufregend und nervenzehrend. Wären da nicht die letzten fünf Minuten, der Film wäre ein echtes Meisterstück. Aber: Trotz kleiner erzählerischer und logischer Mängel: Ein ungewöhnlicher Krimi, der packende Unterhaltung bietet.

Die Details

Filmplakat: END OF WATCH; Foto: Tobis Film

Filmplakat: END OF WATCH

Foto: Tobis Film

END OF WATCH / END OF WATCH

Action

109 Minuten

USA 2012

Kinostart