SWR3-Handymän Fallen beim Providerwechsel

Schlechter Kundenservice, Aussetzer beim Telefonieren, langsame Internetgeschwindigkeit oder schlichtweg zu teuer – Gründe, das Mobilfunkunternehmen zu wechseln gibt es viele. Aber auch einiges zu beachten.

In vielen anderen Lebensbereichen ist der Wechsel von einem Anbieter zum Nächsten in den letzten Jahren leichter geworden. Leider nicht beim Mobilfunk.

Hier gibt es noch immer eine Reihenfolge, die ihr einhalten solltet:

  1. Schriftlich und fristgerecht beim alten Anbieter kündigen. Meist 3 Monate zum Vertragsende – das erfahrt ihr bei der Kundenhotline. Auf jeden Fall eine Bestätigung der Kündigung vom Anbieter verlangen.
  2. Nach Erhalt der Kündigungsbestätigung erst den neuen Vertrag unterschreiben und – falls gewünscht – auch die Mitnahme der alten Rufnummer beantragen (Portierung). Wichtig: Beim alten und neuen Anbieter solltet ihr die exakt gleichen Kundendaten angegeben haben. Auch hier wieder eine Bestätigung verlangen.

Die Rufnummer-Portierung kann mittlerweile auch losgelöst von der Vertragslaufzeit durchgeführt werden – das heißt ihr könnt eure Nummer zu jeder Zeit zu einem anderen Anbieter wechseln (Achtung: Das kostet Gebühren), der Vertrag bleibt aber dennoch bestehen.

Schwierigkeiten für PrePaid-Kunden

Zwar funktioniert hier die Mitnahme der Rufnummer auch ohne Probleme und die Kündigungsfristen sind meist noch kürzer – aber das Problem liegt in der Bezahlung. Denn aus nicht nachvollziehbaren Gründen ist ein Kartenguthaben bei manchen Anbietern nicht auszahlbar. Dann muss ich eine sogenannte Verzichtserklärung auf das Restguthaben meiner Karte unterschreiben. Mein Tipp: Da auch die Kosten für eine Rufnummernportierung von diesem Guthaben abgezogen werden, lässt sich relativ gut abschätzen, wie viel Kohle ich auf meiner PrePaid-Karte noch brauche. Das einfach beim nächsten Aufladen berücksichtigen und sich über ein paar verlorene Cent nicht aufregen.