SWR3 Weltweit Florians Tausch-Weltreise

Ein Trierer Kommunikationsdesignstudent tauscht auf einer Weltreise kleine Gegenstände gegeneinander ein. Er startet in Trier mit einem Kaleidoskop seiner Oma, das ihm ans Herz gewachsen ist. Die Menschen, denen er in 19 Ländern begegnet, machen mit. Sie tauschen ihren Herzensgegenstand. Das alles dokumentiert Florian Luxenburger für seine Diplomarbeit.

Eine Fotodokumentation und ein Blechroboter – das ist das, was übrig ist von acht Monaten Weltreise. Acht Monate davor: Florian Luxenburger, 27, startet mit einem Kaleidoskop in der Hand in Trier – ein Stück Kindheit, ein Geschenk seiner Oma, das er schweren Herzens in Frankreich gegen einen Würfel tauscht. In Polen bekommt er eine Bronzepyramide, in Rumänien ein hässliches Plastikspielzeug und in Istanbul ein noch hässlicheres Kissen – in Form eines Fernsehers. „Den hat sich Yasemin genäht, weil sie früher keinen eigenen Fernseher hatte“, erklärt Florian. SWR3-Audio: Beitrag anhören (Quelle: SWR3.de) Um dieses Audio oder Video anzuzeigen, benötigst Du den Flash Player von Adobe, den Du hier herunterladen kannst

Jeder Tauschgegenstand kommt von Herzen. Florian macht Fotos und merkt sich die Geschichten. Sein nächstes Ziel wählt er immer nach einem möglichst günstigen Flugpreis aus. Über die Philippinen kommt er in die USA und trifft in Chicago einen Lebenskünstler, der ihm ein Messer gibt, mit dem er sich jahrelang selbst beschützt hat. Ein Wallstreetbanker aus New York, drückt Florian als Tauschgegenstand ein Miniaturboot in die Hand.

ein Spielzeugboot (Quelle: Florian Luxenburger)

Das Miniaturboot

Foto: Florian Luxenburger
„Das war ihm wichtig, weil es ihn an seine Ex-Freundin erinnert, die ermordet wurde. Er hatte Tränen in den Augen, als er es mir gab.“ In einer bestimmten Region Mexikos glauben Menschen an die Glücks-Kraft von Steinen, die man sich selbst aus einem Fluss taucht. Ein mexikanischer DJ gibt für Florian seinen Stein her. „Er ist von einem Wasserfall gesprungen für diesen Stein!“
19 Länder, drei Kontinente, immer grob in Richtung Osten. Ein Praxissemester der besonderen Art. Auf eigene Kosten. Mit tausenden Fotos. Verrückten Tauschgegenständen und am Ende einer grafischen Diplomarbeit mit dem Titel: Warum nicht mal um die Welt? Noch bis Ende Januar läuft eine Foto-Ausstellung von Florian Luxenburg in Trier in der Galerie Neosyne. Nähere Infos unter www.neosyne.de.