Der Typ ist cool. Nein, falsch: Er ist tight, Alter! Warum der tighte Fred weiche Matratzen liebt, Robbie Williams beneidet und sogar Schmusesänger Sasha kurzfristig zum Chef hatte, weiß Simone Schneble.
„Krass Alter, wie man sich täuschen kann“, würde mein Kollege Fred Peters sagen. In seiner typischen Spreche, die eine Art Markenzeichen ist. Ja, wir haben uns getäuscht: Denn wirklich grün waren wir uns am Anfang nicht. Wir fanden uns arrogant – und haben uns das gleich gesagt, als wir das erste Mal länger miteinander sprachen. Das ist einer von Freds Pluspunkten: Er sagt, was er denkt und ist geradeheraus. Das Gespräch ging weiter und siehe da: Der Typ sieht nicht nur gut aus, der versteht auch was von seinem Job, hat was im Kopf – und ist kein bisschen arrogant. Egal ob’s um Klamotten, Sport oder die Arbeit geht, Fred ist einfach: „Tight, Alter!“ (Auch so ein Spruch von ihm, früher hätte man „cool“ gesagt.)
Fred ist schon ewig beim Radio. Um genau zu sein, hat er offenbar vor 13 Jahren bei einem Casting einige Leute um den Finger gewickelt. Denn das fiktive Interview, das er führen musste, kann nur bedingt der Einstellungsgrund gewesen sein. Da musste er sich vorstellen, sein zukünftiger Chef sei Sänger Sasha – und er würde das erste Interview nach einem Skandal führen. Dieses Interview hat Fred nach eigenen Angaben „total verkackt“. Trotzdem hat er alle überzeugt: mit seiner Art, seinen lockeren Sprüchen, seinem Improvisationstalent.
Und er improvisiert immer noch gerne, arbeitet am liebsten live: Egal, ob er mit Anneta Politi die SWR3-Morningshow moderiert, als unser Mann bei „Unser Star für Baku“, bei den TV-Übertragungen vom SWR3 New Pop Festival, bei Rock am Ring oder als Reporter beim Snowboard-Event „Air & Style“. Fred ist immer da, wo die Post abgeht.
Was mich fasziniert: Der Typ kann keine Minute still sitzen, ist immer in Bewegung, pfeift oder summt. Wenn die Show rum ist, sitzt er mit dem Team zusammen und erzählt: „...und ich so... und der so... Alter, war das krass!“ Doch der Mann hat nicht nur großen Unterhaltungswert, er kann auch verdammt gut zuhören. Bei Fred gewinnt das Team; da sind alle wichtig, egal ob Tontechniker, Kameramann oder Kabelträger.
Anscheinend macht er beruflich immer fünf Sachen gleichzeitig und powert dann privat weiter. Denn Fred liebt es, ein Brett unter den Füßen zu haben. Im Sommer das Skateboard, im Winter geht er – logisch – Snowboarden. Auch das macht er nicht wie andere, denn dann wär’s nicht Fred. Der springt mal eben mit dem Snowboard im Herbst vom Balkon des Elternhauses in den Garten. Tight, Alter! Ähm, ich meine: auch wenn Matratzen unten liegen – bitte nicht nachmachen!
Simone, derbe! Oder wie man früher noch gesagt hat: Cool, danke! Nicht nur für den Text hier, sondern vor allem auch für die Antworten auf meine 1.000 Fragen, als ich neu bei SWR3 angefangen habe. Wenn ich mich richtig erinnere, hast du die sogar zu der Zeit beantwortet, als wir uns noch nicht so grün waren! Eine Sache möchte ich hier aber doch noch richtigstellen: Fürs Skaten bin ich schon lange nicht mehr schmerzfrei genug – deswegen bin ich mittlerweile nur noch ab und zu mit dem Longboard unterwegs... Das ist dieses große blaue Ding bei mir in der Ecke. ;-) Ahoi!
Fred Peters
Dass bei solchen Aktionen nicht immer alle Knochen heil geblieben sind, versteht sich von selbst. Aber da ist Fred ein ganzer Kerl, da wird nicht gejammert. Nur wenn ihn eine fiese Schnupfennase ereilt, ist auch er das wandelnde Elend. Gott sei Dank – irgendwas muss ja normal sein.
Andere Dinge sind es schon wieder nicht. Oder warum ist Fred neidisch auf Robbie Williams? Das Aussehen? Nein. Die Stimme? Nein. Sondern? Die Klamotten! Denn Robbie kauft sich alle Klamotten, die echt „tight sind, Alter“, im Doppelpack. Fred würde vor allem Jacken im Doppelpack kaufen. So könnte er eine tragen, bis sie von ihm abfällt – und die andere dekorativ im Schrank hängen lassen. Allerdings hätte er dann ein Problem, denn schon jetzt braucht er fast einen begehbaren Wandschrank nur für seine Jacken, die zahlreichen Basecaps nicht zu vergessen! Fred ist im positivsten Sinn ein Freak, einer der immer für einen Spaß, aber auch für ein anständiges Gespräch zu haben ist. Einer, der seinen Job und seine Freundschaften lebt. Und deshalb sag ich’s mit Freds Worten: „Du bist wirklich tight, Alter.“
Das Porträt stammt aus SWR3 Das Magazin.
Aua, das tut weh. Statt 5 Uhr Studio heißt es für Fred ab Montag 5 Uhr Bett. Nein nein, nicht zum schlafen, sondern zum moderieren. Fred hat sich beim Wakeboarden zwei Rippen gebrochen und absolute Bettruhe verordnet bekommen. Hier könnt ihr euch anschauen, wie das Ganze passiert ist:
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So ein „kleiner“ Unfall hält einen harten Kerl aber nicht davon ab, trotzdem SWR3 Die Morningshow zu moderieren. Heißt: Fred ist am Montag auf alle Fälle für euch am Start. Krankenbett FM lässt grüßen…