Täglich Pop – Stories rund um eure Stars für jeden Tag. Was geschah am 26.10.? SWR3-Musikredakteur Matthias Kugler hat die Geschichten für euch. Um „Täglich Pop“ für einen anderen Tag aufzurufen, klicke einfach den entsprechenden Tag im Kalender an.

19.2.2011 - Lady Gaga mit „Born This Way“ die 1000. Nummer-1 der US-Charts

Lady Gaga - Born This Way; Foto: Interscope (Universal)
Interscope (Universal)

Lady Gaga steigt mit ihrer neuen Single „Born This Way“ direkt von 0 auf Platz 1 in die US-Charts ein. Ein geschichtsträchtiges Datum für die New Yorker Sängerin, denn die Single ist der 1000. Nummer-1-Hit der amerikanischen „Hot 100“, die von dem Branchenmagazin „Billboard“ seit über 52 Jahren gelistet wird. Für Lady Gaga selbst ist „Born This Way“ in den USA ihre dritte Nummer-1-Single. Ihren ersten Spitzenplatz eroberte sie 2008 gleich mit ihrer Debüt-Single „Just Dance“: „Meine erste Nummer 1, das bedeutet mir alles, ich bin dankbar dafür. Es klang nach Nummer 1, aber du kannst nie sicher sein. Ich heule jedes Mal, wenn ich höre, dass ich an der Spitze stehe. Ich will einfach hart arbeiten, ein guter Mensch sein und meine Familie stolz machen.“ Lady Gaga, die ihren Künstlernamen von dem Queen Song „Radio Gaga“ abgeleitet hat, sorgt nicht nur mit ihren eingängigen Pop-Songs für Aufsehen. Die Musikerin, die ihre Karriere in den Schwulen- und Lesben-Clubs von New York begann, inszeniert sich mit spektakulären Kostümen irgendwo zwischen Drag-Queen und Kunstfigur: "Ich will mit niemandem verglichen werden. Das ist nicht böse gemeint, ich find's okay, wenn Menschen Vergleiche anstellen, um zu erklären, wo sie eine Künstlerin musikalisch einordnen. Aber es ist gefährlich sich selbst mit anderen zu vergleichen, wenn man doch eigentlich ein ganz eigener Künstler sein will. Also werde ich einfach ich sein: was anderes, was neues, Lady Gaga eben." Ihr Debütalbum „The Fame“ und die dazugehörige EP „The Fame Monster“ verkaufen sich über 15 Millionen Mal, von den acht Single-Auskopplungen setzt die Sängerin weltweit über 50 Millionen Exemplare ab. Ihre neue Single „Born This Way“ präsentiert Lady Gaga bei den „Grammy“-Awards 2011 mit einem spektakulären Live-Auftritt, bei dem sie aus einer Art Eihülle schlüpft. Innerhalb von nur drei Tagen schießt „Born This Way“ auf Platz 1 der US-Charts, wird zum 1000. Nummer-1-Hit der „Billboard“-Geschichte und stellt nebenbei mit 448.000 digitalen Downloads einen neuen Rekord für eine weibliche Künstlerin auf.

19.2.2005 - Delta Goodrem unplugged in Baden-Baden

Delta Goodrem unplugged in Baden-Baden; Foto: SWR3.de
SWR3.de

Die australische Sängerin Delta Goodrem gibt in Baden-Baden ein exklusives Unplugged-Konzert für 150 SWR3-Hörer. Während die Fans gespannt auf den Auftritt warten, passiert Delta Goodrem ein kleines Missgeschick. Sie hat eine ihrer Sicherheitsnadeln verloren, die ihr weißes Kleid an den wirklich wichtigen Stellen zusammenhalten sollte. Zum Glück taucht die Nadel dann doch schnell wieder auf und Delta Goodrem kann mit ihrem Warm-up vor dem Konzert beginnen. Dafür hat sie extra ein bisschen Deutsch gelernt: „Wie geht’s, ich liebe dich und Danke und Bitte kann ich auch noch sagen.“ Dann macht sie sich für die Show fertig, checkt noch mal ihre Sicherheitsnadeln und singt sich mit ihrer Band ein. Sympathisch: sie gibt zu, dass sie vor dem Auftritt ein bisschen nervös ist. Dann kann es endlich losgehen. Delta Goodrem singt ihre großen Hits wie „Born To Try” und „Lost Without You”. Die 150 SWR3-Hörer sind von der stimmungsvollen Atmosphäre des Konzerts begeistert: „Sie hat eine klasse Stimme und sieht super aus. Sehr schön, es war ein Erlebnis, sie hat eine sehr natürliche Ausstrahlung. Ich fand die gesamte Stimmung überwältigend. Man war unfähig sich zu bewegen, weil ich so gebannt war von dieser Frau, es war einfach gigantisch. Super gut, ihr macht immer so tolle Sachen für die Hörer, ich bin ganz begeistert.“

19.2.1995 - Emotionales Konzert von Roxette

Roxette live; Foto: SWR3.de
SWR3.de

Roxette geben ein Konzert in China. Zehn Jahre nach Wham! ist das schwedische Duo die zweite westliche Popgruppe überhaupt, die in dem kommunistischen Land auftreten darf. Das Konzert in der Hauptstadt Peking ist komplett ausverkauft und ist nicht nur für das chinesische Publikum, sondern auch für Roxette ein besonderes Ereignis. Sänger Per Gessle erinnert sich: „Ich musste einiges an den Texten umschreiben, um sie durch die Zensur zu bekommen. Aber auf der Bühne haben wir dann natürlich wieder den Originaltext gesungen. Zwischen Bühne und Publikum waren es 17 Meter, die erste Reihe bestand nur aus Soldaten mit Maschinengewehren. Wir haben gesagt, wir können nicht spielen, wenn ihr da mit euren Waffen steht. Und irgendwie haben wir es tatsächlich geschafft, dass sie ihre Gewehre draußen abgelegt haben. Als wir dann zu den Balladen kamen und das Publikum Feuerzeuge anzündete, wurde einfach das Saallicht eingeschaltet! Nach ‚It Must Have Been Love’ spielten alle verrückt, sie schwenkten am Ende der Show große Banner, auf denen geschrieben stand: ‚Eine Welt, eine Einheit’. Das Konzert wurde so zu einem politischen Statement. Jeder in der Band hat am Ende geweint.“