| Heute | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa | So |
| 01 | 02 | 03 | 04 | 05 | ||
| 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | 11 | 12 |
| 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 |
| 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 |
| 27 | 28 | 29 | 30 | 31 | ||
A-ha ist die erste norwegische Band, die einen Nr.1-Hit in Amerika hat. Doch es braucht einige Anläufe bis sich „Take On Me“ in den Charts schließlich behaupten kann. Aber A-ha waren von „Take On Me“ immer überzeugt, erzählt Sänger Morton Harket: „Wir wussten, dass das ein großartiger Song ist. Aber es war kein einfacher Song, und kein einfacher Hit. Er klang nicht wie die anderen Songs in den Charts. Es war kein vertrauter Sound, als das Stück veröffentlicht wurde. Nichts hatte seinen Weg vorbereitet, also musste der Song diesen Weg selbst beschreiten. Und das braucht seine Zeit. Aber es war das Video, das uns diese Zeit verschafft hat. Dieses Video wollten die Leute sehen, ja sie forderten es geradezu ein, und das Musikfernsehen spielte es immer mehr. Das hat dem Song letztlich die Zeit gegeben sich in den Köpfen der Leute festzusetzen.“ Das Video von „Take On Me“ läuft ständig auf dem angesagten neuen Musikkanal MTV. Darin sieht man Sänger Morten Harket und seine damalige Freundin durch die Realität und ein Comic-Heft stolpern. Die Bilder wechseln dabei ständig zwischen realen Aufnahmen und gezeichneten Comic-Strips. Die anfangs tragische Geschichte hat natürlich ein Happy-End. Morten entscheidet sich im Video für ein reales Leben und entsteigt unter großen Schmerzen dem Comic, um für immer bei seiner Geliebten zu sein. Der Clip war damals „State-of-the-art“ und auf dem neuesten Stand der Tricktechnik. Die große Popularität des Videos sorgt auch in England und Deutschland dafür, dass sich A-ha mit „Take On Me“ wochenlang auf Platz 1 der Single-Charts halten.
Die Ärzte steigen mit „Junge“ von Null auf Platz 1 der deutschen Singlecharts ein. Die Ärzte hatten kurz zuvor ihr elftes Studioalbum „Jazz ist anders“ fertiggestellt, auf das die Fans vier Jahre warten mussten. Zum ersten Mal seit ihrem Debüt 1984 haben die Ärzte ein Album wieder komplett selbstproduziert, sogar die Bandfotos für das Booklet sind ohne Fotograf entstanden. Wie immer kommt auch „Jazz ist anders“ in einer Ärzte-typischen besonderen Verpackung: einer Pizzaschachtel. Das Video zu „Junge“ wurde in einer Berliner Reihenhaussiedlung gedreht. Gesendet wird es von den Musiksendern unzensiert nur nach 22 Uhr: am Ende des Videos bringt nämlich eine Meute untoter Dorfbewohner Farin Urlaub um. Inhaltlich beschreibt der Song einen Konflikt zwischen Eltern und ihrem Sohn, mit dessen unkonventionellem Lebenswandel sie nicht einverstanden sind. Farin Urlaub: „Es ist kein Song mit irgendeiner Pointe, sondern tatsächlich nur ein Beobachter-Song. Wir haben ja ab und zu mal Stücke mit einer gewissen Botschaft, oder einfach alberne Stücke, das ist aber keins von denen. Ich hatte einfach nur Lust, etwas ganz Neues auszuprobieren, ein Text in der Strophe, der sich überhaupt nicht reimt und der die Verzweiflung ausdrücken soll.“ Am 19. Oktober 2007 stehen die Ärzte mit „Junge“ für eine Woche auf Platz 1 der deutschen Charts. Mit „Lied vom Scheitern“ und „Lasse redn“ werden zwei weitere erfolgreiche Singles aus dem Album „Jazz ist anders“ folgen.