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Täglich Pop 08.11.2004 - Seal konzentriert sich voll auf seine Musik

Seal konzentriert sich voll auf seine Musik (Quelle: SWR3.de)

Alle Welt spricht über das neue Traumpaar im Pophimmel. Topmodel Heidi Klum ist wieder frisch verliebt: in Seal. Genau der richtige Zeitpunkt also für den sympathischen Soulstar, ein Best-Of-Album auf den Markt zu bringen. Auf der Doppel-CD „Best 1991–2004“ sind alle seine Hits zu finden. Angefangen von „Killer“ und „Crazy“, also den Songs, mit denen Seal Anfang der 90er seinen internationalen Durchbruch schaffte, bis hin zu seinem neuesten Hit, der wunderschönen Soulballade „Love’s Divine“. Es scheint fast so, als wollte Seal mit der Veröffentlichung des Best-Of-Albums das Bild, das die Öffentlichkeit von ihm hat, gerade rücken. Während im Moment hauptsächlich vom Privatmenschen Seal die Rede ist, möchte er sich wieder als Musiker in den Mittelpunkt stellen. In Interviews blockt er dann auch jede Frage zur Beziehung mit Heidi Klum ab. „Zu meinem Leben außerhalb der Musik sage ich nichts.“ Immerhin verrät er soviel: Die neue Platte ist seiner Familie gewidmet, seine Tochter Leni, und auch Heidi Klum zählt er dazu. Besonderer Bonus für die Fans: auf dem Doppelalbum gibt es viele seiner Hits zusätzlich auch als Akustik-Versionen.

Täglich Pop 08.11.1986 - Boston arbeiten sechs Jahre an drittem Album

Boston: Amanda (Quelle: MCA)

Die US-Rockband Boston steht mit „Amanda“ für zwei Wochen auf Platz 1 der amerikanischen Charts. Das Debütalbum von Boston war 1976 erschienen, zwei Jahre später kam das Nachfolgealbum „Don’t Look Back“ heraus. Bandgründer Tom Scholz, der sich selbst als ungeheuren Perfektionisten bezeichnet, ist aber überhaupt nicht zufrieden. Das Album sei einfach noch nicht fertig gewesen, berichtet er später. Für das dritte Boston-Album „Third Stage“ lässt sich Tom Scholz dann auch konsequent viel Zeit. „Amanda“ ist der erste Song, den er für „Third Stage“ komponiert: „Als ich damit anfing wollte ich einfach beweisen, dass ich den Erfolg wiederholen kann. Das heißt, es steckten rein egoistische Motive dahinter. Aber als ‚Amanda’ fertig war, spürte ich, dass der Song viel besser war, als ich je erwartet hatte. Das Album musste also in der Qualität irgendwie entsprechend gut sein.“ Für die Arbeit am Album braucht Tom Scholz Geld: er gründet eine Firma und entwickelt als studierter Ingenieur einen Mini-Gitarrenverstärker, den er „Rockman“ nennt. Der Verkauf läuft so gut, dass Boston insgesamt sechs Jahre an „Third Stage“ arbeiten können. 50 bis 60 Stunden pro Woche verbringt Tom Scholz in den ersten Jahren im Studio. Die Fans warten ungeduldig auf neues Material und so kommt es, dass 1983 der fertige Song „Amanda“ als Bootleg irgendwie an die Öffentlichkeit gelangt. Sogar Radiosender spielen „Amanda“, bis Bostons Plattenfirma CBS die unerlaubten Kopien wieder einzieht. Drei Jahre später ist auch Perfektionist Scholz zufrieden und am 8. November 1986 stehen Boston damit an der Spitze der US-Singlecharts.