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„No Diggity“ von Blackstreet und Dr. Dre steht für vier Wochen auf Platz 1 der US-Singlecharts. Für die amerikanische R’n’B-Gruppe Blackstreet ist es der größte Erfolg ihrer bisherigen Bandgeschichte. 1994 hatten sie mit „Before I Let You Go“ schon einmal einen Top-10-Hit in den USA. Für ihr neues Werk „No Diggity“ können sie mit Dr. Dre einen Gaststar verpflichten, der ihnen die Strophen rappt. Aber das ist nicht die einzige Unterstützung für Blackstreet: Die Drums und Gitarren samplen sie aus dem Bill-Withers-Song „Grandma’s Hands“ von 1971. Die Idee für die charakteristische Songzeile „I like the way you work it, no diggity, got to bag it up“ stammt ebenfalls nicht von den vier Blackstreet-Jungs: LL Cool J, mit dem sie bei einem anderen Song zusammenarbeiteten, sprach die Zeile immer und immer wieder. Blackstreet-Produzent Teddy Riley erzählt: „Ich fand, das gehört nicht gesprochen, sondern gesungen. Und so probierten wir es zu viert als Refrain, und das war es!“ Am 9. November 1996 steht „No Diggity“ auf Platz 1 der amerikanischen Charts.
An der Spitze der US-Charts gibt es eine neue Nummer 1. „Miami Vice Theme“, Titelsong der gleichnamigen TV-Serie. Geschrieben hat den Song Jan Hammer, ursprünglich Jazz-Pianist und Keyboarder, mittlerweile aber hauptsächlich Komponist von Filmmusik. In der Kultserie „Miami Vice“ geht es um die beiden Rauschgiftfahnder Sonny Crockett und Ricardo Tubbs. In den über 100 Folgen, die zwischen 1984 und 1989 gedreht wurden, setzen die Macher auf teure Sportwagen, pastellfarbene Sakkos und leichtbekleidete Frauen. Die Rechnung geht auf: „Miami Vice“ prägt nicht nur die Mode der 80er, sondern setzt auch Maßstäbe im Einsatz von Filmmusik. Komponist Jan Hammer schafft es wie kaum ein zweiter, zu jeder Szene die perfekt passende Musik zu schreiben oder Songs anderer Künstler auszuwählen.