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Die amerikanische Rockband Creed steht mit „With Arms Wide Open“ auf Platz 1 der US-Charts. Für die Band um Scott Stapp ist das ein Höhepunkt der Bandgeschichte, auf den sie lange hingearbeitet haben. Scott Stapp ist 17, als er von zu Hause ausreißt. Sein Stiefvater ist tief religiös, zwingt Scott, Bibelverse und Psalmen abzuschreiben. Der Jugendliche rebelliert und läuft fort. Drei Jahre später, mit 20, trifft er auf Schulfreund Mark Tremonti, zusammen mit Schlagzeuger Scott Phillips und Bassist Brian Marshall gründen sie die Band, die sie Creed nennen, zu deutsch: Glauben. Aber nicht nur der Name spiegelt eine gewisse Aussöhnung mit dem strengen Stiefvater wieder, Scott Stapp ist regelrecht dankbar: seine Texte und Ideen sind von der Bibel beeinflusst, auch sein Talent, poetische Texte zu schreiben und offen für neue Ideen zu sein, führt er auf die Erziehung durch den Stiefvater zurück. Der erste Top-10-Hit in Amerika gelingt Creed 1999 mit „Higher“. Kurz danach erfährt Scott Stapp, dass er Vater eines Jungen wird. Für ihn schreibt er „With Arms Wide Open“. Er will nicht, dass sein Sohn das gleiche Schicksal erfährt wie er selbst mit seinem Stiefvater, sein Sohn soll ihn nicht ablehnen oder in Frage stellen müssen. „With Arms Wide Open“ erreicht am 11. November 2000 Platz 1 der amerikanischen Charts. Es bleibt der einzige Nummer-1-Hit für Creed.
Die amerikanische Rockband Bad English steht mit „When I See You Smile“ auf Platz 1 der US-Charts. Diesen Erfolg hat Bad English nicht zuletzt Songschreiberin Diane Warren zu verdanken. Die Erfolgskomponistin hat bereits 1987 mit „Nothing's Gonna Stop Us Now“ für Starship einen Nummer-1-Hit geschrieben, zwei Jahre später steht sie vor einem weiteren Höhepunkt ihrer Karriere. Dabei ist Diane Warren von der Ballade anfangs überhaupt nicht überzeugt. Aber ihre Meinung ändert sich schnell: „Während des Komponierens frage ich immer Leute, die mir über den Weg laufen, wie ihnen der Song gefällt. Und jeder sagte, das sei großartig! Also begann ich irgendwann, diesen Song doch gut zu finden.“ Diane Warren schickt Noten und Text von „When I See You Smile“ an die kanadische Rockband Sheriff, die gerade an einem neuen Album arbeitet. Dort will man sich aber lieber auf eine selbstgeschriebene Ballade konzentrieren und Sheriff schlägt das Angebot aus. Da erinnert sich Diane Warren an John Waite, der 1984 als Solist mit „Missing You“ bereits einen Nummer-1-Hit hatte. Der ist nämlich gerade dabei, seine ehemaligen Bandkollegen von The Babys wiederzuvereinen. Als Bad English springen sie für Sheriff ein, nehmen „When I See You Smile“ auf und haben am 11. November 1989 damit ihren ersten und einzigen Nummer-1-Hit in den USA. Nur zwei Wochen später löst ein anderer Song von Diane Warren Bad English an der Spitze der Charts wieder ab: „Blame It On The Rain“ mit Milli Vanilli.
Alles, was in der Popszene Rang und Namen hat, trifft sich in Dublin zur Verleihung der „MTV Europe Music Awards“. Unter den Gewinnern sind Whitney Houston, die als beste R’n’B-Sängerin ausgezeichnet wird, und Boyzone, die den Preis für das beste Album bekommen. Aber eine ganz junge Sängerin stellt alle anderen in den Schatten: Britney Spears, gerade mal 18 Jahre alt, räumt gleich vier der begehrten MTV-Trophäen ab. Sie gewinnt als beste Sängerin, beste Newcomerin, beste Popkünstlerin, und dazu auch noch den Award für den besten Song des Jahres mit „Baby One More Time“. Dabei hat Britney Spears zu diesem Zeitpunkt gerade mal drei Singles und ein Album produziert, steht also noch ganz am Anfang ihrer Karriere. Dass sie überhaupt soweit gekommen ist, hat sie ihrer Mutter zu verdanken. Die fährt sie schon als kleines Mädchen mehrmals in der Woche zum Tanztraining, schickt sie in den Kirchenchor und meldet sie auf allen möglichen Talent- und Schönheitswettbewerben an. Oft genug scheitert Britney, ist am Boden zerstört und will alles hinschmeißen. Doch Mutter Lynne motiviert sie immer wieder aufs neue. Der Lohn der jahrelangen harten Arbeit: „Baby One More Time“ von Britney Spears ist der beste Song des Jahres 1999.