Täglich Pop – Stories rund um eure Stars für jeden Tag. Was geschah am 26.10.? SWR3-Musikredakteur Matthias Kugler hat die Geschichten für euch. Um „Täglich Pop“ für einen anderen Tag aufzurufen, klicke einfach den entsprechenden Tag im Kalender an.

3.12.2012 - One Direction begeistern Fans im New Yorker Madison Square Garden

One Direction - Madison Square Garden; Foto: Sony Pressefoto - Myrna Suarez

Die britisch-irische Boygroup One Direction wird bei ihrem 90-minütigen Auftritt im New Yorker Madison Square Garden von ihren Fans begeistert gefeiert. Das Konzert war beim Vorverkaufsstart am 6. April in weniger als 1 Minute ausverkauft. Ein sensationeller Erfolg für die Boy-Band, deren Debüt-Single „What Makes You Beautiful“ sich 2011 sofort auf Platz 1 der britischen und irischen Single-Charts platzieren konnte. Die fünf One Direction-Musiker Niall Horan, Harry Styles, Liam Payne, Louis Tomlinson und Zayn Malik nehmen zuerst als Einzel-Sänger an der britischen Casting-Show „The X-Factor“ teil. Auf den Vorschlag der Jurorin Nicole Scherzinger gründen sie aber noch während des laufenden Wettbewerbs eine Boy-Group und landeten schließlich auf Platz 3. Doch die Plattenfirma Sony glaubt an das Potential der Band und nimmt One Direction mit einem Vorschuss von über 2 Millionen Pfund unter Vertrag. Die Rechnung geht auf, das Debüt-Album „Up All Night“ erreichte in Irland, England und den USA gleich Spitzenplätze in den Charts. Ein weltweit beachtetes Highlight ist dann auch der One Direction-Auftritt im Rahmen der Schlussfeier der Olympischen Sommerspiele in London. Mit ihrem zweiten Album „Take Me Home“, das weltweit in 35 Ländern Platz 1 erreicht, können die fünf Sänger ihren Debüt-Erfolg sogar noch toppen. Die Hits ihrer beiden Alben spielen One Direction natürlich auch bei ihrem gefeierten Konzert im Madison Square Garden. Ein besonderes Highlight ist an diesem Abend der gemeinsame Auftritt der Band mit dem Singer-Songwriter Ed Sheeran, der den Nummer-1-Hit „Little Things“ für One Direction geschrieben hat.

3.12.1983 - Erster Erfolg für Depeche-Mode-Nebenprojekt

Assembly: Never Never; Foto: Mute Records

Das Synthie-Duo The Assembly steht mit „Never Never“ auf Platz 4 der englischen Charts. Es ist die erste Single des gerade gegründeten Projekts und wird gleichzeitig die einzige Veröffentlichung bleiben. The Assembly ist das Nebenprojekt von Depeche-Mode- und Yazoo-Mitglied Vince Clarke und dessen Produzentenpartner Eric Radcliffe. Die Idee hinter The Assembly ist folgende: Vince und Eric schreiben und produzieren die Songs, zu denen sie sich jeweils wechselnde Sänger aussuchen. Für ihre Debütsingle „Never Never“ wählen sie sich den Ex-Undertones-Sänger Feargal Sharkey. Die gute Idee geht auf, allerdings nur einmal. Am 3. Dezember 1983 steht The Assembly mit „Never Never“ auf Platz 4 der englischen Charts. Danach kommt es aber zu keiner weiteren Single, das Projekt endet mit einem One-Hit-Wonder. Vince Clarke und Eric Radcliffe arbeiten wieder mit ganzer Kraft an Depeche Mode, später an Erasure, Feargal Sharkey startet eine ebenfalls erfolgreiche Solokarriere.

3.12.2004 - „Another Brick In The Wall“ hat ein Nachspiel

„Another Brick In The Wall“ hat ein Nachspiel; Foto: SWR3.de
Foto: SWR3.de

25 Jahre nach den Aufnahmen zu Pink Floyds „Another Brick In The Wall“ fordern jetzt Mitglieder des damaligen Kinderchors ihren Anteil an den Tantiemen. Die Kinderstimmen singen Teile des Refrains der Pink-Floyd-Hymne und wurden so weltberühmt. Aber Geld bekamen sie für ihren Auftritt nie. Die 23 Schulkinder kamen 1979 durch einen Zufall zu dem berühmten Gastauftritt. Während den Aufnahmen zu „Another Brick In The Wall“ wurde ein Tontechniker losgeschickt, um einen Kinderchor zusammenzustellen. Die Schule der Kinder lag einfach in der Nähe des Aufnahmestudios. Ein Musiklehrer der Islington Green School wählte die 13- bis 16jährigen Schüler daraufhin aus. Nachdem „Another Brick In The Wall“ zum Welterfolg geworden war, bekam die Schule eine Platin-Platte und 1.000 Pfund, die Sänger selbst gingen leer aus. Dagegen klagen jetzt, 25 Jahre später, einige von ihnen. Und die Chancen stehen nicht schlecht. Mittlerweile sind über 9.000 Euro an Tantiemen zusammengekommen. Eine Textzeile des Refrain „We don’t need no education“, auf Deutsch „Wir brauchen keine Bildung", den die Kinder singen, löste 1979 einen kleinen Skandal aus. Die damalige Schulleiterin achtete peinlich darauf, dass keiner ihrer Schüler im Pink-Floyd-Video zu sehen war.