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Pink Floyd ziehen einmal mehr in der Geschichte der Band vor Gericht: ihre Songs sollen nicht einzeln, sondern nur im Paket mit den anderen Songs des ursprünglichen Albums als Download angeboten werden. Die Plattenfirma EMI dagegen möchte, wie beim Online-Kauf inzwischen üblich, jeden Titel separat verkaufen dürfen. Pink Floyd habe mit EMI einen Vertrag geschlossen, der dies aber verbietet, sagt deren Anwalt Robert Howe. EMI dagegen ist der Ansicht, dass sich diese Vereinbarung nicht auf den Online-Verkauf beziehen lässt. Pink Floyd legt spätestens seit 1973 und dem Album „The Dark Side Of The Moon“ großen Wert auf Albumzusammenstellungen, die einem bestimmten Konzept folgen. So geht es mal um märchenhafte Themen, mal um Zeit und Vergänglichkeit. Bis heute ist die Nachfrage nach den frühen Pink-Floyd-Alben ungebrochen, „The Dark Side Of The Moon“ mit dem Singleerfolg „Money“ wird beispielsweise allein in den USA wöchentlich noch 8.000 Mal verkauft. Seitdem sich die Online-Musikshops etabliert haben, sind viele Musikkäufer aber nicht mehr bereit, sich alle Tracks eines Albums zu kaufen, sondern picken sich die bekanntesten und beliebtesten Songs heraus. Dass dabei das Album-Konzept verlorengeht, ist für Künstler wie Pink Floyd schwer zu akzeptieren. Der Ausgang des Verfahrens wird darum auch von anderen Interpreten mit Spannung erwartet. Der Gerichtstermin findet wenige Tage später statt und bringt ein eindeutiges Ergebnis: Pink Floyd bekommen recht. Auch ein Einspruch von EMI beim britischen Berufungsgericht hatte keinen Erfolg. Ohne die Genehmigung der Künstler darf ein Label Songs nicht einzeln anbieten. EMI muss die Prozesskosten in Höhe von über 40.000 Euro zahlen. Trotzdem bleiben Pink Floyd und EMI gute Geschäftspartner: nach dem Urteil verlängern beide Seiten ihren Vertrag, der bereits seit 1967 besteht. Von den 14 Studio- und drei Livealben wurden bislang mehr als 200 Millionen Exemplare verkauft. Hits wie „On The Turning Away“, die 1987 bereits als Single veröffentlicht wurden, können aber weiterhin einzeln online verkauft werden.
Das Duett „One Sweet Day“ von Mariah Carey und Boyz II Men steht die 15. Woche in Folge auf Platz 1 der US-Single-Charts. Boyz II Men brechen damit ihren eigenen Rekord: 1994 waren sie mit „I'll Make Love To You“ 14 Wochen an der Spitze der Charts. In „One Sweet Day“ verarbeitet Mariah Carey ihre Trauer darüber, dass sie in ihrem Leben bereits einige enge Freunde verloren hat. Im Text beschreibt sie ihre Hoffnung, diese Menschen nach dem eigenen Tod wiederzusehen: „I'll Be With You That Sweet Day“. An genau dem gleichen Thema arbeiten auch Boyz II Men, darum sagen sie auch sofort zu, als Mariah Carey sie um das Duett bittet. Produzent Walter Afanasieff erinnert sich an die Aufnahmen: „Zu dieser Zeit waren Boyz II Men die absoluten Könige im Musikgeschäft. Es war chaotisch: Sie hatten Film-Crews dabei und Reporter, die sie interviewten, während wir die Aufnahmen machten. Sie hatten nur zwei ein halb Stunden Zeit und sprangen immer irgendwo auf dem Gang herum und hatten ihren Spaß. Ich schwitzte und nahm so viel Material auf, wie ich bekommen konnte. Als sie weg waren, haben Mariah und ich alles in Ruhe zu Ende produziert.“ „One Sweet Day“ wird noch eine weitere und damit insgesamt 16 Wochen Nummer 1 bleiben; ein Rekord, der bis heute ungebrochen ist.
Brian McFadden verlässt die irische Boyband Westlife. Über seine Zukunft macht er sich aber keine Sorgen: „Ich denke nicht, dass es riskant gewesen ist, Westlife zu verlassen, weil ich es nicht getan habe, um meine eigene Solokarriere anzukurbeln. Ich habe die Band wegen meiner Familie verlassen. Die Tatsache, dass es für mich jetzt solo so gut läuft, ist nur ein Bonus. Ich habe einfach beschlossen, bei Westlife aufzuhören, das ist alles.“ Brian will jetzt auf eigenen Füßen stehen, sich musikalisch verändern und seine schlimme Zeit als Alkoholiker hinter sich lassen. Auch die vielen Pflichten, die er als Mitglied einer Boyband hatte, sind endgültig vorbei. Trotzdem war die Zeit bei Westlife zumindest beruflich sehr erfolgreich. Innerhalb von vier Jahren hatten Westlife zwölf 12 Nr. 1 Hits alleine in Großbritannien. Das ist ein bis heute unerreichter Rekord. Aber auch Brians erste Solo-Single „Real To Me“ geht in England sofort von 0 auf Platz 1 der Charts.