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Das neue Album „Mensch“ von Herbert Grönemeyer erscheint. Der Erfolg ist unbeschreiblich: Bis Oktober verkauft sich „Mensch“ 1,5 Millionen Mal und für die dazugehörige Tour gibt es innerhalb kürzester Zeit keine Karten mehr. Die gleichnamige Single „Mensch“ belegt fünf Wochen lang Platz 1 der deutschen Singlecharts. Für Herbert Grönemeyer ist es seit seinem Debütalbum „Grönemeyer“ von 1979 der erste Nr. 1-Hit überhaupt. Nachdem 1998 nicht nur sein Bruder, sondern auch seine Frau Anna kurz hintereinander an Krebs sterben, zieht er sich für eine Auszeit nach London zurück. Erst 2002 taucht Herbert Grönemeyer wieder mit neuen Songs auf, in denen er seine Trauer textlich verarbeitet hat. „Als Vater zweier Kinder hat man natürlich auch eine Verantwortung, seinen Kindern die Chance zu geben, nach vorne zu schauen und ich bin ja nicht der Einzige, dem so was passiert im Leben. Es ist ein Teil des Lebens, mit dem man sich auseinandersetzen muss, aber auf der anderen Seite der Versuch, auf dem Album natürlich auch nach vorne zu gucken und mit der Musik jetzt mich selber zu motivieren und mit der Musik auch die Leute zu motivieren, die das hören. Und meine Tochter hat zum Beispiel zu mir gesagt: du hörst nicht auf zu singen.“
Die Fugees stehen mit ihrer Rap-Ballade „Killing Me Softly“ auf Platz 1 der deutschen Singlecharts. Gegründet wurde die Gruppe schon sieben Jahre zuvor, erst 1996 schaffen sie es zu internationaler Beachtung. Die beiden Cousins Wyclef Jean und Pras Michel kommen mit ihren Eltern als Flüchtlinge von Haiti in die USA, wo sie sich in South Orange/New Jersey niederlassen. Beide besuchen dort die Highschool und lernen die 12jährige Lauryn Hill kennen. Die drei werden Freunde und verbringen ihre Freizeit mit Musikmachen. Drei Jahre später, 1989, wagen sie den nächsten Schritt und gründen ihre erste gemeinsame Band: Translator Crew. David Sonnenberg, der ehemalige Manager von Rockikone Meat Loaf, baut das Trio als Gegenposition zum zu dieser Zeit vorherrschenden Gangster-Image der Hip-Hop-Szene auf. Die Fugees, wie sie sich mittlerweile nennen, greifen Themen abseits einer exzessiv zur Schau gestellten Gewalt auf: sie beschreiben den normalen Alltag von Schwarzen in den USA. Auch das Schicksal der vielen Flüchtlinge aus Haiti beschäftigt sie weiter: Die Fugees organisieren Benefizkonzerte und andere Aktionen für ihre karibische Heimat. Das Debütalbum „Blunted On Reality“ erscheint 1993. Weltweite Beachtung erreicht aber erst der Nachfolger „The Score“, der sich allein in den USA über sechs Millionen Mal verkaufen wird. Ihren Singles ist dagegen weit weniger Erfolg beschieden. „Fu-Gee-La“ als größter US-Erfolg, schafft es 1995 nur auf Platz 29. Die nächste Single schafft es in den USA gar nicht in die Hitparade: „Killing Me Softly“, gesungen 1973 von Roberta Flack. Der Erfolg in Europa ist dagegen umso größer: Die Fugees schaffen am 2. September 1996 ihren ersten Nummer-1-Hit in Deutschland, kurz zuvor waren sie damit auch in England an der Spitze der Charts.