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Täglich Pop 07.09.2006 - Bob Dylan mit „Modern Times“ nach 30 Jahren wieder auf Platz 1 der US-Charts

Bob Dylan - Modern Times (Quelle: SWR3.de)

Der amerikanische Sänger und Songwriter Bob Dylan steht mit seinem neuen Album „Modern Times“ nach 30 Jahren wieder auf Platz eins der amerikanischen Hitparade. Zuletzt war dies Bob Dylan 1976 mit dem Album „Desire“ gelungen. Der achtfache Grammy-Gewinner und Oscar-Preisträger hat im Laufe seiner über fünf Jahrzehnte dauernden Karriere über 100 Millionen Alben verkauft. Seinen Durchbruch feierte Bob Dylan Anfang der 1960er mit sozialkritischen Folk-Hymnen wie „The Times They Are A-Changin‘“, „Masters Of War“ oder „Blowing In The Wind“. Dann schrieb der Sänger mit der markant-knarzenden Stimme 1964 den Folk-Rock-Klassiker „Like A Rolling Stone“ und beeinflusste mit seinen Texten unzählige  Rockmusiker, darunter die Beatles und Jimi Hendrix. Bob Dylan wurde als lebende Legende gefeiert, nahm in seiner Karriere aber immer wieder Auszeiten und wagte musikalische Abstecher in Country, Gospel und Blues. Seit 1988 spielt Bob Dylan auf seiner „Never Ending Tour“ pro Jahr über 100 Konzerte. In den 90ern hat der Geschichtenerzähler Bob Dylan für sich eine neue zeitlose Mischung aus Western-Swing, Folk, Blues und Rock gefunden. Rund um seinen 65. Geburtstag 2006 ist Bob Dylan wieder Thema. Es erscheinen Bücher und Filme, auch Scarlett Johannson wirkt in einem Video zum neuen Bob Dylan-Album „Modern Times“ mit. Dass das Album auch bei jüngeren Musikfans ankommt, liegt auch an der prägnanten „Apple“-Werbung mit Bob Dylans Single „Someday Baby“. „Someday Baby“ wird 2007 mit dem Grammy als „Beste Solo Rock Vocal Performance“ ausgezeichnet, „Modern Times“ erhält den Grammy als „Bestes Contemporary Folk/Americana-Album“. Das gelungene Spätwerk von Bob Dylan schafft es in Deutschland von Null auf Platz 2 der Album-Charts. Weltweit verkauft sich „Modern Times“ schließlich über 6,5 Mio. Mal.

Täglich Pop 07.09.2002 - Coldplay veröffentlichen ihr zweites Album „A Rush Of Blood To The Head“

Coldplay veröffentlichen ihr zweites Album „A Rush Of Blood To The Head“ (Quelle: SWR3.de)

Das zweite Album der britischen Band Coldplay erscheint. Mit „A Rush Of Blood To The Head“ werden sie weltweit bekannt. Bereits ihr Debütalbum „Parachutes“ hatte in Europa und den USA für Aufsehen gesorgt. Coldplay-Gitarrist Jonny Buckland erzählt, wie sie zu ihrem Bandnamen kamen: „Wir hatten eigentlich schon einen Namen, aber als wir dann in einen Plattenladen gingen, fanden wir heraus, dass es bereits drei andere Bands mit dem selben Namen gab. Das ging natürlich nicht! Aber die Zeit drängte, wir hatten einen Auftritt in zwei Tagen. Da rief uns eine befreundete Band an und erzählte uns, dass sie sich nicht Coldplay nennen wollen – also schnappten wir uns den Namen!“ Das zweite Coldplay-Album wird ein Riesenerfolg, drei Songs werden Top-10-Hits in England: „Clocks“, „In My Place“ und „The Scientist“. Für das Video zu „The Scientist“ hatte Coldplay-Sänger Chris Martin eine enorm schwierige Aufgabe. Die Geschichte des Songs läuft im Video nämlich rückwärts: ein Wissenschaftler verliert seine Freundin bei einem Autounfall und da erst wird ihm klar, dass er sie die ganze Zeit vernachlässigt und sich zu sehr in seine Arbeit gestürzt hatte. Damit der Text verständlich bleibt, musste Chris Martin beim Dreh ebenfalls rückwärts singen.

Täglich Pop 07.09.1985 - Tina Turners Erfolg mit „We Don’t Need Another Hero“

Tina Turner: We Don't Need Another Hero (Quelle: EMI)

Zum ersten Mal in der Popgeschichte stehen auf den ersten drei Plätzen der amerikanischen Singlecharts ausschließlich Titelsongs aus Kinofilmen. Platz 1 belegt der Engländer John Parr mit „St. Elmo's Fire“ aus dem gleichnamigen Film mit Demi Moore und Emilio Estevez. „St. Elmo's Fire“ verdrängt damit Huey Lewis mit „The Power of Love“ auf Platz 2. „The Power of love” ist der Titelsong aus „Zurück in die Zukunft“. Auf Platz 3 der amerikanischen Singlecharts steht Tina Turner mit „We Don't Need Another Hero“. Dieser Hit ist aus dem Kinofilm „Mad Max – Jenseits der Donnerkuppel“, in dem Tina Turner die Rolle der strengen Herrscherin Aunty Entity spielt. Sie ist die Anführerin der Gesetzlosen und verbannt den Helden Max, alias Mel Gibson, in die australische Wüste. Nach dem Motto: „We Don’t Need Another Hero“, „wir brauchen keinen weiteren Helden“.