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Täglich Pop 20.04.1981 - Shaddap You Face: Joe Dolces außergewöhnlicher Nummer-1-Hit

Joe Dolce - Shaddap You Face (Quelle: Ariola)

Der amerikanische Folk-Sänger Joe Dolce erreicht mit “Shaddap You Face” Platz 1 der deutschen Single Charts und hält sich dort für drei Wochen. Damit hatte der Sänger und Gitarrist in seiner Wahlheimat Australien endlich den erhofften Durchbruch geschafft, nachdem seine Karriere in den USA zunächst nur schleppend in Gang gekommen war. Von 1967 an spielte Joe Dolce zwei Jahre lang in dem Folk-Trio “Sugar Creek”. Doch kurz nach der Fertigstellung ihres ersten Albums, und nachdem der Bandbus ausgeraubt wurde, verließ Joe Dolce die Gruppe und startete seine Solo-Karriere. Der Sänger schrieb den Country-Klassiker “My Home Ain’t in The Hall Of Fame“, doch die Liebe zu einer Tänzerin führte den Musiker schließlich nach Australien. Dort gründete er das „Joe Dolce Music Theatre“. In ihrer Show spielte die Band sowohl eigene Songs als auch Parodien, u.a. „Shaddap You Face“ oder “You Toucha My Car I Breaka You Face“. Joe Dolce spielte auf der Bühne den italienischen Einwanderer Guiseppe, der durch die Show führt und immer wieder am Singen gehindert wird. „Shaddap You Face“ heißt übersetzt „Halt Deine Klappe“, und da Joe Dolce selber italienische Vorfahren hatte, wirkte seine Version mit italienischem Akzent besonders überzeugend. Die Single verkaufte sich über 350.000 Mal und wurde zur erfolgreichsten australischen Single aller Zeiten. Auch international sorgte Joe Dolces Hit für Aufsehen. In 15 Ländern eroberte „Shaddap You Face“ Platz 1 der Charts, über 4 Millionen Singles gingen über den Ladentisch. Mit seiner eingängigen Melodie wurde der Titel auch in viele Sprachen übersetzt. Oberflächlich wirkt der Song wie ein Schlager, weshalb Gottlieb Wendehals seine Version „Mensch ärgere Dich nicht“ nennt. In Australien sorgte Joe Dolces Lied Anfang der 80er Jahre dafür, dass die Rolle der südeuropäischen Einwanderer thematisiert wurde, die damals schlecht angesehen waren. Heute wird „Shaddap You Face“ häufig mit einem Aboriginie-Akzent gesungen, um auf das Schicksal der australischen Ureinwohner aufmerksam zu machen. Joe Dolce hat auch Songs für vietnamesische Boat-People und gegen den Irak-Krieg geschrieben, „Shaddap You Face“ ist aber bis heute sein größter Hit geblieben.

Täglich Pop 20.04.2002 - Ashanti mit erfolgreichem Debütalbum

Ashanti: Foolish (Quelle: Murder Inc.)

Die amerikanische Sängerin und Songschreiberin Ashanti steht mit „Foolish“ auf Platz 1 der US-Singlecharts. Ihr Gesangstalent wurde eher zufällig von ihrer Mutter entdeckt: „Ich machte Hausarbeit, staubsaugte und sang dabei. Meine Mutter kam die Treppe heruntergestürzt und motzte mich an: ‚Ich habe gesagt, kein Radio!‘ Sie fiel aus allen Wolken, als ich ihr nochmal vorsang, rief meinen Vater an und von da an schleppten sie mich zu den regionalen Talentwettbewerben.“ Mit 14 schrieb Ashanti dann ihren ersten Song und hatte zwei Plattenverträge schon fast in der Tasche, als es im letzten Moment dann doch nicht klappte. Ihre Debütsingle „Foolish“ veröffentlicht Ashanti dann mit 22, zusammen mit Produzent 7 Aurelius. Der hatte den Track eigentlich für Craig David begonnen, bis er eines Tages bemerkte, dass Ashanti in den Noten herumgekritzelt hatte. „7 Aurelius wollte dann, dass ich den Song singe, aber damit war ich zunächst gar nicht einverstanden. Er basiert nämlich auf einem Keyboardsample aus dem DeBarges-Hit ‚Stay With Me‘, ich wollte auf keinen Fall in meinem Debüt ein solches Kultsample haben,“ erzählt Ashanti. Aber ihr Labelchef Irv Gotti überzeugt Ashanti schließlich doch, und: es hat sich gelohnt. Ashanti steht mit „Foolish“ am 20. April 2002 für ganze zehn Wochen auf Platz 1 der US-Singlecharts. Auch ihr Album wird ein großartiger Erfolg: über 500.000 verkaufte Exemplare bringen „Ashanti“ von Null auf Eins der US-Albumcharts.

Täglich Pop 20.04.1999 - Robbie Williams oder doch Robin Williams?

Robbie Williams (Quelle: SWR3.de)
Foto: SWR3.de

Robbie Williams versucht nach dem europäischen, auch den amerikanischen Musikmarkt zu erobern. Bei einem Konzert im Phoenix Hotel in Los Angeles präsentiert er sich der amerikanischen Musikbranche. Insgesamt 100 geladene Gäste kommen zu dem Mini-Auftritt von Robbie, bei dem er fünf Songs spielt. Am Ende der kurzen Show gibt sich Robbie wie immer schlagfertig: „Vielen Dank. Falls es Ihnen gefallen hat, ich bin Robbie Williams. Falls nicht, dann bin ich halt George Michael.“ 10 Tage später startet er in Toronto seine erste Tour durch Nordamerika. Gebracht haben die ganze Anstrengungen bis heute allerdings nichts. Die meisten Amerikaner denken bei dem Namen Robbie Williams immer noch an eine Verwechslung mit dem Schauspieler Robin Williams.