Täglich Pop – Stories rund um eure Stars für jeden Tag. Was geschah am 26.10.? SWR3-Musikredakteur Matthias Kugler hat die Geschichten für euch. Um „Täglich Pop“ für einen anderen Tag aufzurufen, klicke einfach den entsprechenden Tag im Kalender an.

20.1.2011 - Rekord für Kesha: 12,8 Mio. verkaufte Downloads von „Tik Tok“

Kesha - Tik Tok; Foto: RCA Int. - Sony BMG

„Tik Tok“ von Kesha war 2010 der erfolgreichste Musik-Download weltweit und hat sich über 12,8 Millionen Mal verkauft. Das gibt der Internationale Verband der Phonoindustrie (IFPI) heute in seinem „Digitalen Musik Report“ bekannt. Die kalifornische Sängerin hat dabei Künstler wie Rihanna, Eminem oder Lady Gaga hinter sich gelassen und mit ihrem Song sogar erstmals die Download-Zahl von 10 Millionen überschritten. Den digitalen Rekord hielt bisher Lady Gaga, deren Hit „Pokerface“ 2009 über 9,8 Millionen Mal von den Fans kostenpflichtig aus dem Internet heruntergeladen wurde. Zwar hatte Lady Gaga  auch 2010 in der Gesamtabrechnung aller Tonträgerverkäufe die Nase vorn, doch der Download-Rekord gehört jetzt der Newcomerin. Keshas Mutter, die in Nashville selbst als Songschreiberin arbeitet, vermittelte ihrer Tochter schon früh Kontakte zur Musikszene in L.A.. Dort musste sich Kesha erst einmal im Hintergrund als Sängerin beweisen: „Ich war die weibliche Stimme auf dem Flo-Rida-Song ‚Right Round‘. Im Studio hatte ich eigentlich nur die Funktion, seiner Stimme mehr Fülle zu geben. Doch die Produzenten mochten meinen Part so sehr, dass sie ihn im Song ließen und ich dann auch noch bei einem zweiten Lied mitsingen durfte. Außerdem war ich bei Katy Perrys 'I Kissed A Girl'-Video mit dabei und habe als Background-Sängerin für Britney Spears gearbeitet und für die Band ‚The Veronicas‘ Songs geschrieben." Dann war es Zeit für Keshas eigene Karriere als Solokünstlerin. Ihre Debüt-Single „Tik Tok“ wurde zuerst kostenlos über MySpace angeboten, im August 2009 konnten die Fans den Song dann bei I-Tunes kaufen: „'Tik Tok' entstand aus einer ganz persönlichen Erfahrung. Ich habe es eines Morgens geschrieben, als ich neben einigen meiner heißen Party-Girls aufgewacht bin. Und da dachte ich: hey, eigentlich führe ich ein Leben wie P. Diddy. Das war die erste Song-Idee, der Rest der Geschichte hat sich dann daraus ergeben.“ Mit ihrer Mischung aus Pop- und HipHop-Elementen hat Kesha den Nerv ihrer Fans getroffen. Elf Nummer-1-Platzierungen weltweit, darunter in den USA und Deutschland, sowie der neue Verkaufs-Rekord mit 12,8 Millionen Downloads 2010 sprechen für sich. 

20.1.1996 - „Jesus To A Child“: George Michael verarbeitet sein Schicksal

„Jesus To A Child“: George Michael verarbeitet sein Schicksal; Foto: SWR3.de

George Michael steht mit „Jesus To A Child“ für eine Woche auf Platz 1 der englischen Single-Charts. Der Ex-Wham-Sänger verarbeitet darin das für ihn schwierigste Jahr seines Lebens. 1994 sterben sowohl seine Mutter als auch sein brasilianischer Lebenspartner Anselmo Feleppa. Die beiden hatten sich 1991 während des Rock-in-Rio-Festivals kennen gelernt. Anselmo ist die Liebe seines Lebens, für keinen anderen Menschen hatte George Michael je so viel empfunden. Nach dessen Tod entschließt er sich, sein neues Album „Older“ und insbesondere den Song „Jesus To A Child“ seinem verstorbenen Freund zu widmen. Aber nicht nur der Tod der beiden geliebten Menschen macht George Michael in den Jahren nach 1994 zu schaffen. Es beginnt auch eine harte gerichtliche Auseinandersetzung mit seiner alten Plattenfirma Sony, von der sich der Popstar nicht mehr gut vertreten fühlt. Am 20. Januar 1996 ist die schwierige Zeit für George Michael aber zunächst vorbei. „Jesus To A Child“ steht auf Platz 1 der britischen Charts. Die Öffentlichkeit ahnt nicht, welche Trauer in diesem Song steckt. Erst zwei Jahre später outet sich George Michael unfreiwillig gegenüber seinen Fans.

20.1.1986 - Zum ersten Mal wird der Martin-Luther-King-Day gefeiert

Stevie Wonder; Foto: MOTOWN

Der erste Martin-Luther-King-Day wird mit Konzerten in Atlanta, New York und Washington gefeiert. Stevie Wonder hatte sich schon fünf Jahre vorher bei einer Rede in Washington vehement dafür eingesetzt, den Geburtstag von Martin Luther King Jr. am 15. Januar als Nationalfeiertag auszurufen. Damals hatte Stevie Wonder auch seinen neuen Song „Happy Birthday“ präsentiert, eine Hommage an den schwarzen Bürgerrechtler. „Happy Birthday“ ist dann auch der Höhepunkt des ersten Martin Luther King Day 1986 in Washington: Quincy Jones dirigiert das riesige Orchester und tausende von Besuchern singen mit Stevie Wonder. Trotz allem wird dieser Tag nicht in allen amerikanischen Bundesstaaten gefeiert. In Arizona zum Beispiel findet der Martin-Luther-King-Day offiziell erst im Jahr 1993 statt, also sieben Jahre nach der Premiere in Washington.