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Täglich Pop 08.07.2010 - Der Popakademie-Absolvent „Crada“ mit Drakes Hit „Fireworks“ Nr.-1 in USA

Platin-Auszeichnung: Christian Kalla mit Udo Dahmen/Popakademie (Quelle: Popakademie Baden-Württemberg)

Der ehemalige Student der Popakademie Mannheim Christian Kalla alias „Crada“ steht als Produzent an der Spitze der US-Billboard-Charts. Der Frankfurter schrieb und produzierte für den kanadischen HipHop-Star Drake die Single „Fireworks“. Auf gut Glück hatte Christian Kalla Drake mehrere Songideen zukommen lassen und „Fireworks“ gefiel dem Rapper am besten: "Im Prinzip haben wir damit genau ins Ziel getroffen. Wir haben Drakes Team den Titel geschickt, das Schlagzeug war dabei, das Piano, die Feuerwerksounds, denn der Titel hieß 'Fireworks'. Dann hat Drake seine Raps aufgenommen, und der Schritt in allerletzter Instanz war, dass Alicia Keys, tatsächlich in Berlin sogar, ihre Vocals aufgenommen hat." Getroffen hat Christian Kalla alias „Crada“ weder Alicia Keys noch Rapper Drake. Der hat im Studio Kallas Song-Idee weiter ausgearbeitet und seinen Rap-Text zum Titel „Fireworks“ hinzugefügt: "Er erzählt in den drei Strophen drei persönliche Geschichten: Einmal bezüglich seiner Familie, einmal bezüglich seiner Fans sowie die Geschichte einer verflossenen oder aktuellen Liebe zu Rihanna. Das freut mich natürlich umso mehr, dass das der erste Titel auf dem Album ist und es sozusagen eröffnet. Und tatsächlich ist der Titel auch der erste der für das Album produziert wurde." „Thank Me Later“ heißt das Debüt-Album von Drake, das sich in den USA und Kanada gleich auf Platz 1 der Album-Charts platziert, und das bereits nach vier Tagen mit Platin für mehr als 1 Million verkaufte Exemplare ausgezeichnet wird. Der von Christian Kalla geschriebene Nummer-1-Hit „Fireworks“ bedeutete auch für ihn als Produzent „Crada“ einen riesigen Karriere-Sprung: "Der Titel hat mir natürlich international Türen geöffnet, die sonst nie möglich gewesen wären. Es hat schon mein Leben geändert. Einfach diese Aufmerksamkeit zu bekommen und auch dieses „Co-Sign“, wie man im Englischen sagt, dass man als Ko-Komponist geführt wird. Dass man dadurch quasi von einem Weltstar Anerkennung bekommt, das ist natürlich extrem!" Christian Kalla lebt heute in Frankfurt, ist aber unter seinem Künstlernamen „Crada“ als Produzent in der ganzen Welt unterwegs: Los Angeles, London, Berlin, Paris oder die Popakademie in Mannheim, wo Christian Kalla inzwischen auch als Dozent Kurse gibt. Die Platin-Schallplatte, die auch er für die Single „Fireworks“ mit Drake und Alicia Keys bekommen hat, hängt in der Pizzeria seines Heimatortes Marktleuthen in Bayern.

Täglich Pop 08.07.1995 - „Waterfalls“ bringt TLC an die Spitze der US-Charts

TLC (Quelle: Arista)

Das amerikanische R’n’B-Trio TLC steht mit „Waterfalls“ für sieben Wochen auf Platz 1 der US-Charts. Der Song handelt davon, wie verschiedene Menschen ihre Träume ausleben, ohne dabei an die Konsequenzen zu denken. Für Songschreiber Marqueze Etheridge standen dabei eigene, reale Erlebnisse im Hintergrund. „Zu dieser Zeit war ich noch Sänger in unserer Band Organized Noize. Wir spielten in kleinen Clubs in Atlanta und ich beobachtete, wie es manchen meiner Freunde und Bekannten erging. Der Song war ein Segen für mich. Er überkam mich eines Tages im Studio, es waren noch andere Musiker da und wir begannen zu singen und den Text aufzuschreiben. Wasserfälle sind wunderschön und tödlich zugleich. Und genau dieses Bild brauchte ich: etwas, das auf den ersten Blick schön aussieht, aber hinter dem eine Gefahr lauert.“ Marqueze Etheridge produziert ein Demo von „Waterfalls“ und setzt sich mit Tionne Watkins von TLC in Verbindung, die er von früher kennt. Sie war sofort von der Komposition begeistert und überzeugte ihre beiden Kolleginnen, den Song aufzunehmen. Am 8. Juli 1995 stehen TLC mit „Waterfalls“ auf Platz 1 der amerikanischen Charts. Für Songschreiber Etheridge eine Überraschung. Trotz des Erfolgs behält er seinen Hauptberuf als Kellner in einem Hotel-Restaurant. „Viele Leute fragen mich, warum ich diesen Job nicht an den Nagel gehängt habe. Es war ein großes Geschenk von Gott und ich bin sehr dankbar dafür. Aber ich möchte auf dem Boden bleiben.“

Täglich Pop 08.07.1999 - Die Lilith-Fair-Tournee quer durch Amerika

Sheryl Crow (Quelle: Universal)

Auf der Bühne mit dabei: Sheryl Crow

Foto: Universal

In Vancouver, Kanada beginnt die „Lilith Fair“. „Lilith Fair“ ist eine Tournee einmal quer durch Amerika, bei der jedes Jahr ausschließlich Musikerinnen auftreten. Lilith ist eine biblische Figur, die angeblich noch vor Eva existiert haben soll. Im Gegensatz zu Eva weigerte sich Lilith aber, Adam zu dienen, weshalb sie in die Wüste verstoßen wurde. Seit der Frauenbewegung Ende der 60er Jahre gilt Lilith als Symbol der Emanzipation. Auch die „Lilith Fair“ soll sowohl berühmten, als auch neuen Künstlerinnen die Chance geben, ihr Talent zu zeigen. Nicht umsonst trägt die Tournee den Zusatztitel „A Celebration Of Women In Music“. 1999 gehören dazu unter anderem Sheryl Crow und Sarah McLachlan. Ausnahmsweise dürfen auch Männer die Bühne betreten, aber nur wenn sie zur Band gehören und eine Frontfrau haben. In diesem Jahr sind das Sixpence None The Richer. Ihr Song „Kiss Me“ schafft es weltweit in die Top 10, in Amerika sogar bis auf Platz 2 der Singlecharts. Einen großen Anteil daran hat die romantische Kinokomödie „Eine wie keine“, in der „Kiss Me“ als Titelsong zu hören ist.