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Die rumänische Sängerin Alexandra Stan steht mit ihrem Hit „Mr. Saxobeat“ seit vier Wochen auf Platz 1 der deutschen Single-Charts. „Mr. Saxobeat“ ist der erste große Erfolg für die 22-jährige Sängerin aus Constanta in Rumänien und wird gleich zum Sommerhit 2011. Ihr Management-Studium hat Alexandra Stan zugunsten ihrer Musikkarriere erst einmal auf Eis gelegt. "'Mr. Saxobeat' ist ein Song über den idealen Typ, den perfekten Mann. Ich denke jedes Mädchen träumt von ihrem persönlichen, romantischen Prinzen, aber wenn man ihn trifft, will man das dann immer noch? Denn er kann alles mit einem machen, einen lieben, das Herz brechen, er kann dir gute Laune machen, dich aber auch runterziehen, er kann dich zum Freak machen oder zum Tanzen bringen. Darum geht es in dem Lied, aber auch um die Musik. Denn sie bringt die Leute dazu, die Gefühle in meinem Song zu spüren: die Musik bringt uns in ein Stimmungshoch und holt uns wieder runter, sie macht mit uns, was sie will." „Mr. Saxobeat“ geht mit seinem lockeren Dance-Beat gleich in die Beine und steht in vielen Ländern Europas ganz oben in den Charts. Schon im Studio hatte die Sängerin jede Menge Spaß: "Als ich den Song aufnahm, da fühlte ich mich wie eine südafrikanische Frau, die in einer New Yorker Jazz-Bar singt. ‚You make me dance ...‘, ich war in der perfekten Stimmung für dieses Lied." Für ihren europäischen Erfolg mit „Mr. Saxobeat“ wurde Alexandra Stan in mehreren Ländern mit Platin ausgezeichnet. Auch in Deutschland gab es nach insgesamt acht Wochen auf Platz 1 der Single-Charts und über 400.000 verkauften Einheiten Gold und Platin: "Ich denke, das ist etwas großes, etwas Besonders. Ich genieße im Moment meine Arbeit, jedes Interview, jede Show, das bedeutet mir viel. Ich habe auch Platin in Italien und Schweden bekommen. Als ich dann die physischen Platin-Platten überreicht bekommen habe, dachte ich: 'Wow, wow, das kann ich gar nicht glauben‘.“ Mit ihrem Hit hat Alexandra Stan den Nerv der Zeit getroffen und sich den Titel „Sommerhit 2011“ redlich verdient.
Rick Springfield steht mit „Jessie’s Girl“ für zwei Wochen auf Platz 1 der amerikanischen Charts. Der Australier beginnt seine Karriere zunächst in verschiedenen Bands, nach seinem Umzug in die USA Anfang der 70er tritt Rick Springfield dann als Solist auf. Mit der Single „Speak To The Sky“ schafft er es 1972 auf Platz 14 der US Hot 100. Doch die ersten Alben verkaufen sich enttäuschend schlecht. „Mein Image in der Presse war für mich ein ständiger Kampf. Die Zeitungen zeigten mich als ein Teenie-Idol, aber ich wollte erwachsene Musik machen“, berichtet Rick Springfield später. Rick beginnt eine Ausbildung an einer Schauspielschule, um sich ein zweites Standbein zu schaffen. In Hollywood gelingt es ihm, einige gute Kontakte zu knüpfen, der große TV-Durchbruch kommt für ihn 1980. In der Fernsehserie „General Hospital“ spielt Rick Springfield den jungen Arzt Dr. Noah Drake, buchstäblich über Nacht wird er zum Star. Mit „Jessie’s Girl“ erzählt der sympathische Sänger eine tatsächlich erlebte Geschichte: Er verliebte sich in die Freundin eines Freundes und konnte ihr das nie sagen, weil er die Freundschaft nicht gefährden wollte. „Ich überlegte, ob ich ihr heute den Song mit einer Rose schicken sollte, aber ich habe es dann doch nicht gemacht.“ Den Namen hält er bis heute geheim. Am 1. August 1981 steht „Jesse’s Girl“ auf Platz 1 in den USA.
MTV geht um eine Minute nach Mitternacht auf Sendung. Es ist die Geburt des Musikfernsehens. Das erste, was MTV sendet, sind Originalbilder der Mondlandung. Neil Armstrong allerdings hisst nicht die US-Flagge mit den „Stars and Stripes“, sondern eine mit dem MTV-Logo. Die Begrüßungsworte kommen von John Lack, einem der Gründer von MTV, und lauten schlicht „Ladies and gentleman, rock and roll“. Als erster Musik-Clip läuft „Video Killed the Radio Star“ von den Buggles, 1979 ein Riesenhit in Deutschland und England. Danach folgen unter anderem The Who, Cliff Richard, Pat Benatar, Rod Stewart und die Pretenders. Anfangs wird MTV nur von 2,1 Millionen Haushalten über Kabel empfangen, weder in New York, noch in Los Angeles kann man den Sender sehen. Es gibt 13 Werbepartner und einen Pool von gerade mal 168 Musik-Videos, davon allein dreißig von Rod Stewart. Die erste Zeit bei MTV ist von Pannen geprägt. Mal gerät die Reihenfolge der Moderationen durcheinander, dann fällt der Ton aus. Aber Schritt für Schritt baut der Musik-Sender seine Monopolstellung in den USA aus, erreicht mit jedem Jahr neue Zuschauerrekorde und verändert langsam aber sicher auch die Musikindustrie. Plötzlich geht ohne aufwändige Video-Clips gar nichts mehr im Popbusiness. Egal ob Madonna, die Dire Straits, Peter Gabriel oder Michael Jackson—das Musikfernsehen macht sie zu Popstars. 1987 startet MTV seinen Europa-Ableger in London, VJs wie Ray Cokes sind die neuen TV-Helden. Seine Sendung „MTV’s Most Wanted“ sehen bis zu 60 Millionen Zuschauer in ganz Europa. Die 90er Jahre werden dann zur Hochzeit des Musikfernsehens, eine ganze Generation von Jugendlichen wächst damit auf. Shows wie „MTV Unplugged“ werden legendär, für jeden Künstler ist es eine Ehre dort aufzutreten. Das erste Konzert der Unplugged-Reihe spielen Squeeze zusammen mit Cars-Gitarrist Elliot Easton, das erfolgreichste gibt Eric Clapton, das legendärste kam von Nirvana und der erste deutsche Popstar bei „MTV Unplugged“ heißt Herbert Grönemeyer. „Die haben in meinem Büro angerufen und dann war ich erst mal ziemlich perplex. Das war wirklich eine richtige Überraschung. Ich bin nicht mehr so leicht zu beeindrucken, aber als die angefragt haben, hab‘ ich mich gefreut“, sagte Grönemeyer damals. Ab März 1997 gibt es schließlich mit MTV Germany auch eine deutsche Version des Musiksenders. Im Laufe der Zeit aber verändert sich das Programm, Musik-Clips treten zunehmend in den Hintergrund. Bald prägen Cartoons wie „Beavis and Butt-Head“, Reality Shows, Comedy-Sendungen und Serien das Bild des Senders. Seit dem 1. Januar 2011 kann man MTV nur noch verschlüsselt im Pay-TV über Kabel, Satellit oder online empfangen. Musikfernsehen geht wieder dahin, wo es vor dem 1. August 1981 auch schon mal war: in die Bedeutungslosigkeit!