Vor zwei Jahren schaffte es Amy Macdonald mit ihrem Debüt „This Is The Life“ in die Herzen und Ohren vieler Menschen. „Poison Prince“ oder „Mr. Rock & Roll“ nerven einfach nie. Musik wie aus einem guten Pub. Mit ihrem zweiten Album macht die junge Schottin aus dem verschrobenen Pub – Pop.
„Don’t Tell Me That It’s Over“ schallt es aus dem Lautsprecher. Ein leicht düsterer Mainstream-Rocksong. Die Stimme und Stimmung des Songs, klingen unverkennbar nach Amy Macdonald, doch der Sound ist ein anderer. Ich war jetzt sehr auf das Album gespannt. „Spark“ der zweite Song macht in dem großen Folk-Rock weiter. „No Roots“ fängt ganz zahm an. Da ist wieder Amy aus dem Pub um die Ecke, mit Gitarre und ihrer unverkennbaren Stimme. Doch auch diese ruhige Pub-Nummer bekommt noch ein lautes Rockkostüm übergestülpt.
Der Grund für den leichten Soundwandel ist laut Amy das Touren. Live rockt es einfach mehr. Als ich Amy das erste mal in Köln im „Gebäude 9“ gesehen hab, fand ich das alles sehr passend. Folk mit Popeinschlag mit Augen zu, hätte es auch in einem Irish-Pub sein können, toll. Musik fürs Pub, ist leider nur noch sehr selten drauf („My Only One“), allerdings spielt Amy dort auch nicht mehr.
Amy MacDonald 2010
nicht mehr das schüchterne Mädchen von nebenan.