Aura Dione präsentiert uns Ende 2009 ein Debütalbum, das in Dänemark schon letztes Jahr die Charts erobert hat: „Columbine“. Ihren ersten Hit hat sie hier in Deutschland jetzt endlich auch: „I Will Love You Monday (365)“!
„Dum dee dudedum da – dum dum de de dudedum ah“ singt die 23-jährige Dänin. Obwohl das totaler Nonsens ist, hört man hin und gerne zu. „I Will Love You Monday (365)“ ist ein toller Popsong, der locker und leicht durch die Boxen säuselt und sich als Ohrwurm festsetzt. In ihrer Heimat war dieses Lied aber gar nicht ihr erster Hit. Platz 1 der dänischen Single-Charts holte Aura sich mit „Song For Sophie“. Poppig und eingängig wie eine gute Handvoll Lieder auf diesem Album. Mir ist das manchmal zu aalglatt, wie beim Song „You Are The Reason“. Klar, jede Plattenfirma freut sich allerdings über solche Balladen mit viel Keyboard und leichten Latin Sounds – und dann noch in genau 3:00 Minuten.
Von den 12 Liedern, die es auf das Debütalbum geschafft haben, sind gerade mal vier schnellere Popsongs. Der Rest: kleine, ruhigere Singer-Songwriter-Stücke wie das starke „Are You For Sale“. Oft beginnen sie nur mit der Akustikgitarre, dann kommt leise eine Slide-Guitar dazu oder ein Klavier – das gibt einen leichten Country-Touch – gar nicht kitschig, sondern passend. Aura Diones Stimme wird ja oft mit der von Dolly Parton verglichen, mich erinnert ihre Stimme auch an die von Tracy Chapman. Vergleiche hin oder her, Songs wie „Lulla Goodbye“ zeigen, dass Aura mehr kann als nur glatten Pop. Diese Songs werden bestimmt keine Megahits, aber auf ihren Konzerten sorgen sie sicher für Gänsehaut.