Nach einem Comeback noch einen nachzulegen, ist gar nicht so einfach. Die Backstreet Boys beweisen mit „Unbreakable“, dass es geht. Und das, obwohl Kevin Richardson ausgestiegen ist.
Zwei Jahre nach ihrem Comeback-Album „Never Gone” haben die Backstreet Boys ein neues Studioalbum fertig. 2005 hatte sich gezeigt: Die Fans, vor allem in Deutschland, haben sie nicht vergessen und die vollen Konzerthallen haben den Jungs Mut gemacht, nach dem Comeback weiterzumachen. Allerdings nicht komplett: Kevin Richardson, der Große mit dem dunklen Bart, ist nicht mehr dabei, er will eine Familie gründen und sich mehr um die Schauspielerei kümmern. Ein Schock für die anderen Bandmitglieder, die es schon 15 Jahre miteinander aushalten. „Inconsolable“ ist die erste Single ohne Kevin.
Mit dem neuen Album sind sie dem Comeback-Sound von „Never Gone“ treu geblieben, weg vom Boygroup-Dancesound hin zu erwachsenerem Pop, vielleicht mit ein bisschen mehr Gitarren, immer aber mit dem typischen Harmoniegesang der Truppe. An einigen Songs auf dem Album haben sie auch mitgeschrieben, „One In A Million“ zum Beispiel oder „Panic“, schnellere Songs als die hymnischen Balladen. Auch „Any Other Way“ oder „Everything But Mine“ haben Dance-Rhythmus. „Wir wollen unbedingt wieder auf Tour, da brauchten wir auch was Schnelleres, auf das wir auf der Bühne tanzen können“, erklärt Howie die Songauswahl. Im Ohr bleiben dann aber doch die Balladen, die sofort nach den Backstreet Boys klingen, wie „Love Will Keep You Up All Night“. Das Thema, um das sich auch auf diesem Album alles dreht, ist einmal mehr die Liebe. Beziehungen, Sehnsucht, Trennungen, typisch Backstreet Boys eben. Nick Carter hat dafür folgende Erklärung: „Wir wollten uns selbst treu bleiben“, sagt er. Und vielleicht hat es auch eine Rolle gespielt, dass ein anderes Bandmitglied, Howie, gerade seine Hochzeit plant. Fans und alle, die Mainstream-Pop mögen, werden mit diesem Album auf jeden Fall etwas anfangen können.