Eric Clapton live zu erleben ist ein Hochgenuss. Mittlerweile gibt es mehrere DVDs mit klasse Material. SWR3 Musikredakteur Thomas Müller hat sie sich angeschaut.
Benefizkonzerte bringen meistens eine Menge Spaß, weil die Musiker-Kombinationen oft einzigartig sind. Bei der von Eric Clapton inszenierten Veranstaltung im Madison Square Garden in New York zu Gunsten seiner „Crossroad Centre“-Stiftung (behandelt drogenabhängige Musiker auf Antigua) stehen neben Mr. Slowhand, der selbst lange Zeit abhängig gewesen ist, prominente Gäste wie Bob Dylan, Mary J. Blige oder Claptons Kurzzeit-Flirt Sheryl Crow mit auf der Bühne. Gemeinsam präsentieren die beiden eine intensive Version des Hendrix-Klassikers „Little Wing“, unterstützt von David Sanborn am Saxophon. Ebenfalls zu einem Highlight geriet der Power-Auftritt von Mary J. Blige. Sie präsentiert ein Soul-Medley und zusammen mit Eric die Rhythm & Blues-Ballade „Not Gon’ Cry“. Der Ausnahme-Gitarrist zeigt auch bei dieser Veranstaltung sein ganzes Spektrum, legt mit „Tears In Heaven“ und „Change The World“ einen sehr einfühlsamen Akustik-Teil hin, spielt eine beseelte Version des Blues-Rock „Old Love“ und endet, begleitet von Bob Dylan, mit den Cream-Klassikern „Crossroads“ und „Sunshine Of Your Love“. Die DVD „Eric Clapton & Friends In Concert“ bietet leider keine Extras, dafür aber ein tolles Konzert, gut abgefilmt und trotz kleiner Tonprobleme einen druckvollen Sound.