Green Day sind seit ihrem Volltrefferalbum AMERICAN IDIOT in den USA sowas wie die Vorzeigeband der Punk-Generation. Jetzt haben sich die Jungs was Neues ausgedacht: eine Album-Trilogie. Teil eins heißt einfach: ¡UNO! Die Alben ¡DOS! und ¡TRÉ! sollen im Abstand von jeweils zwei Monaten folgen.
Das Trio Green Day ist mit Gitarrist Jason White zum Quartett angewachsen. Der Sound auf „¡Uno!“ ist der alte geblieben. Die Single „Oh Love“ ist eine gemächliche Schunkelballade im Walzertakt. Natürlich können sie auch verschärftere Töne anschlagen, so zu hören in „Let Yourself Go“ oder „Angel Blue“. Aber meist bleibt es beim Wohnzimmer-Punk, der Green Day-Sound ist voll auf den Radiokonsumenten abgestimmt, die Songs strotzen meist vor rhythmischen Melodielinien.
Der unverwüstliche Mainstream-Rock ist wohl am besten zu hören in „Fell For You“, der Song ist gespickt mit Teenager-Romantik erster Güte. Die in die Jahre gekommene Band Green Day versteht es genial, neue Käufer- bzw. Fangemeinden zu generieren. Hier ist für 16-Jährige Musik drin, genauso wie für den 36-jährigen. Und der Vergleich mit den Berlinern „Die Ärzte“ drängt sich förmlich auf, nur dass letztere einen Heimvorteil haben.
Wie auch immer, „Carpe Diem“ oder „Kill The DJ“ besitzen das bisschen Hitpotential, das heute im Radio so überlebenswichtig scheint. Green Day rocken momentan auf der Erfolgswelle. Die Alben „¡DOS!“ und „¡TRÉ!“ sollen im Abstand von jeweils zwei Monaten folgen.