Bereits im September stand John Mayer mit seinem zweiten Album „Heavier Things“ auf Platz in den USA. SWR3-Musikredakteur Thomas Müller mit der CD-Kritik.
Mit breiter Brust reiste John Mayer im September zum SWR3 New Pop Festival. Der junge Gitarrist und Sänger stand gerade mit seinem zweiten Major-Album „Heavier Things“ (in Deutschland am 13. Oktober veröffentlicht) auf Platz 1 der US-Charts. Wie auf seinem Millionseller „Room For Squares“ setzt Mayer bei seinen Arrangements wieder auf eine Mischung aus Rock-, Blues-, Pop- und Jazz-Elementen. Der Produzent Jack Joseph Puig (Sheryl Crow, No Doubt) sorgt für eine unspektakuläre Umsetzung der Kompositionen: Stimme und Gitarre von John Mayer stehen ganz klar im Mittelpunkt. Lässig rockt sich der zweifache Grammy-Gewinner durch die zehn Titel, verschleppt in Songs wie „Clarity“ oder „New Deep“ das Tempo und erklärt im bunt illustrierten Booklet die Intention seiner Stücke. Mit am besten: die Single „Bigger Than My Body“ im Mainstream-Rocksound, „Only Heart“ mit seinem starken Refrain sowie die hymnisch angelegte Rock-Ballade „Come Back To Bed“. John Mayer ist ein talentierter Songschreiber, an seiner Live-Qualitäten muss er noch arbeiten, wie sein emotionsloser Auftritt im TV-Studio in Baden-Baden zeigte.