Musik-Check Linkin Park – Living Things

Neben dem Hosen-Hit „Tage wie diese“ präsentieren Linkin Park mit „Burn It Down“ eine der prägnanten EM-Hymnen. Damit sind die Crossover-Rocker im Mainstream angekommen. Dass sie immer noch anders können, zeigt ihr neues Album „Living Things“.

Knallharte Rocker und hymnische Balladen

Auch 2012 setzen die Kalifornier auf starke Kontraste – das Konzept der „Hybrid Theory“ stimmt ansatzweise noch immer. Nach dem knallharten Rocker „Victimized“ folgt mit der Ballade „Roads Untraveled“ eine verspielte und hymnische Ballade und daran anschließend mit „Skin To Bone“ ein technoider Song. Wortgewaltig und krachig startet „Until It Breaks“, versöhnlich nur im Refrain. Mit der Hymne „Burn It Down“ holen Linkin Park alle ins Boot. Der erste Hit wird wohl auch der größte des Albums bleiben – kein anderer Song hat solch ein Potential.

Wütende Gitarren treffen Elektronik

Linkin Park experimentieren unter der Regie von Star-Produzent Rick Rubin mit Elektronik-Passagen, wütenden Gitarren, „Schrei-Gesang“ und setzen gefällige moderne Pop-Sounds dagegen, ohne sich zu verleugnen. „Castle Of Glass“ ist so ein Beispiel: sehr harmonisch und doch ein typischer Linkin-Park-Song, genauso wie der starke Album-Opener „Lost In The Echo“ oder das hitverdächtige „In My Remains“. Trotzdem beginnt die metal-orientierte Fan-Base zu diskutieren. Ist die Band in die Jahre gekommen oder hat sie sich positiv weiterentwickelt?

Die Details

Linkin Park (Quelle: Warner)

Linkin Park - Living Things

Foto: Warner
Label:
Warner
Erschienen am:
22.06.2012
SWR3-Bewertung:

Tracklist: Linkin Park – Living Things

  1. Lost In The Echo
  2. In My Remains
  3. Burn It Down
  4. Lies Greed Misery
  5. I'll Be Gone
  6. Castle Of Glass
  7. Victimized
  8. Roads Untraveled
  9. Skin To Bone
  10. Until It Breaks
  11. Tinfoil
  12. Powerless