Musik-Check Mando Diao in Cowboy-Stiefeln

Nachdem die fünf Schweden es meist so richtig krachen ließen, knüpfen sie bei ihrer vierten CD „Never Seen The Light Of Day“ nahtlos die Ballade „Ochrasy“ vom letzten Album an.

Björn und Gustaf klingen aktuell nach kontemplativem Folk-Rock, eine vorzeigbare Ausgabe der wilden Pogues etwa. Da „Ode To Ochrasy“ als das Sgt.-Pepper-Album der Stockholm-Rocker gehandelt wird, ist die Band derzeit bemüht, den irisch-amerikanischen Weg zu beschreiten. Die Stücke, wie schon der Opener (1'59 Min), sind kurz gehalten und aussagekräftig, und was vor allem zählt, absolut eingängig. Sehr schön anzuhören „Mexican Hardcore“ oder das melancholische „Not A Perfect Day“.

Voll im Trend

Das klingt dann mal nach den Waterboys, mal nach Bob Geldof. Wir stellen fest: eine Band auf der Suche nach einem neuen musikalischen Selbstverständnis. Dabei ist ein Album entstanden, das unaufgeregt mit gelegentlichen Einsprengseln (Fiddle, Steelguitar) den Weg hin zum Country-Sound ebnet. Und wieder sind die Mandos damit voll im Trend, siehe Bon Jovi und Konsorten. Das letzte Stück zieht vorbei wie ein Soundtrack, ein Tribut an das landschaftliche reizvolle Dalarna in Mittelschweden. Nächstes Mal aber bitte (wieder) etwas mehr „Down In The Past“!

Die Details

CD-Cover (Quelle: EMI)

CD-Cover

Label:
EMI
Erschienen am:
26.10.2007

Tracklist: Mando Diao in Cowboy-Stiefeln

  1. If I Don't Live Today, Then I Might Be Here Tomorrow
  2. Never Seen The Light Of Day
  3. Gold
  4. I Don't Care What The People Say
  5. Mexican Hardcore
  6. Macadam Cowboy
  7. Train On Fire
  8. Not A Perfect Day
  9. Misty Mountains
  10. One Blood
  11. Dalarna