Mit ihrem letzten Album haben Snow Patrol den Druchbruch geschafft. Auf „Eyes Open“ gelingt es ihnen, 11 eingängige Songs in britischer Pop-Tradition vorzulegen, die man schnell und gerne im Ohr hat.
Mit dem Vorgänger „Final Straw“ haben Snow Patrol vor zwei Jahren ein geniales Album und mit „Run“ einen Megahit vorgelegt. „Eyes Open“ will genau da anknüpfen. Sänger Gary Lighbody zur Entstehung der Platte: „Die letzten Jahre waren fantastisch. Aber als es dann darum ging, die neue Platte aufzunehmen, mussten wir mal ruhiger werden. Eine Art Klosterleben war angesagt. Schließlich hatten wir unseren Spaß gehabt, unterwegs. Alles, was bis dahin geschehen war, mussten wir verdrängen, denn was bringt es einem, sich auf seinen alten Lorbeeren auszuruhen? Alles ist doch verloren, wenn man nicht nach vorne schaut. Sich darum kümmert, dass der nächste Schritt der richtige ist.“ Dramatische Wendungen, leidenschaftlich große Harmonien Der größte Trumpf der Band ist die Eigenschaft geblieben, gnadenlos britische Musik zu produzieren, die sich blitzschnell ins Gehör frisst. Dazu kommt die unwiderstehliche Stimme von Lightbody, die vor allem in melancholischen Songs wie „Chasing Cars“ oder „You Could Be Happy“ eine jungenhafte Brillianz erlebt. Dramatische Wendungen, leidenschaftlich große Harmonien mit Streichern und trockene Gitarren-Riffs: Snow Patrol beherrschen das in Reinkultur. Einziger Minuspunkt der Platte: Im Vergleich zu „Final Straw“ fallen die Songs dieses Mal nicht ganz so abwechslungsreich und genial aus. Aber was soll’s: Hauptsache es geht so richtig urtypisch britisch weiter...