.: The Killers: die neuen Fab Four?
.: SWR3 Poplexikon - das Musik-Archiv: CD-Tipp
Nein, nicht aus Liverpool, aus Las Vegas kommen die neuen Helden. The Killers setzen mit ausgefuxten Hymnen auf ihrer CD „Day & Age“ neue Maßstäbe. Gleich einem Ausflug ins unbekannte Weltall des Pop. Einsteigen und anschnallen, bitte.
Alle paar Jahre entstehen wegweisende Alben, meist unter dem Stern der genialen Verbindung von Produzent und Musiker (Daniel Lanois/ U2; Timbaland/ Justin Timberlake). Jetzt ist es mal wieder so weit. Stuart Price hat sich bereits mit Madonna („Hung Up“) einen Namen gemacht. Mit „Day & Age“ liefert er ein Meisterstück ab, wie wir spätestens in 12 Monaten neidlos anerkennen werden. Das Album strotzt vor soliden 80er-Harmonien. Wir glauben einen Abba-Song zu hören, vorgetragen von einer echten Rockband, z.B. bei „This Is Your Life“. Die Killers brechen mit Hör-Klischees, und wagen sich vor in die Niederungen des Pop. Und zwar so sympathisch und eingängig im Sound, wie es nur wenige können. „I Can't Stay“ ist da so ein (Calypso-unterlegtes) Beispiel.
Wesentlicher Bestandteil des opulenten Sounds ist die markante Stimme von Brandon Flowers. „The World We Live In“ ist der absolute perfekte Song, den wir früher vielleicht bei Manfred Mann's Earthband oder Supertramp bejubelt haben. Auch die Radiosingle „Human“ geht sofort ins Ohr. Oft ertappe ich Kollegen, wie sie den Refrain „… are we human or are we dancer“ vor sich hinsummen. The Killers überzeugen auf breiter Front und erinnern dabei nicht nur an David Bowie (in Zusammenarbeit mit Nile Rodgers), so im Song „Losing Touch“. Kurz: phänomenal!