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<- Zurück 01.12.2010 „Noch ist Stuttgart 21 nicht in trockenen Tüchern“ Im SWR3-Interview: Politiker Boris Palmer bezweifelt positiven Stresstest Am Tag nach dem Schlichterspruch zu „Stuttgart 21“ fühlt sich der Tübinger Oberbürgermeister und Projektgegner Boris Palmer „besser als gestern, da war ich ein bisschen enttäuscht“. Die Gegner konnten seiner Meinung nach in der Schlichtung verhindern, dass ein „Chaos-Bahnhof“ gebaut werde. „Und dass die richtige Planungssystematik angewandt wird: erst den Fahrplan, dann die Gleise“, so Boris Palmer im SWR3-Interview. Dabei würden weitere Kosten auflaufen und sich die Frage neu stellen, „ob man Stuttgart 21 wirklich bauen soll“. „Noch ist Stuttgart 21 nicht in trockenen Tüchern“, so der Grünen-Politiker. Die Hürden „Kostensteigerung“ und „Landtagswahl“ müssten erst überwunden werden. „Sollte es gelingen, eine Regierung aus SPD und Grünen zu formen, dann wird der Weg über einen Volksentscheid gehen“, sagt Boris Palmer. Er glaubt, die Bevölkerung würde sich für eine Modernisierung des Kopfbahnhofs entscheiden. Das sei trotz bestehender Verträge billiger. Sollte der von der Bahn geforderte simulierte Stresstest positiv ausfallen, „dann werde ich meine Mathematikbücher verbrennen, weil das allen Regeln der Logik wiederspricht“, so Palmer. Der Bahnhof sei nicht leistungsfähig und werde „erheblich ergänzt werden müssen“. Ein Baustopp sei nun die „logische Konsequenz aus dem Schlichterspruch“. Für Palmer sei Heiner Geißler ein „hervorragender“ Schlichter gewesen: „Wir haben durch die Schlichtung Frieden in der Stadt geschaffen und Fakten auf den Tisch bekommen, die vorher nur in den Geheimkammern lagerten“. |
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