Rock am Ring 2008

SWR3 hautnah mit zwei Giganten der Achtziger

„Take On Me“, „The Sun Always Shines On TV“, „Summer Moved On”, „Foot Of The Mountain“, „Don’t You (Forget About Me)“, „Belfast Child“, „She’s A River”, „Stars Will Lead The Way”, und so weiter und so fort. Mit den Hits von a-ha und den Simple Minds lassen sich ganze Artikel füllen und noch viel wichtiger: für manch einen von uns waren diese Songs der Soundtrack unserer Jugend. a-ha und die Simple Minds haben mit ihrer Musik aber nicht nur die 80er-Jahre geprägt, sondern — und darin liegt das eigentliche Kunststück — sie haben es geschafft, ihren Sound bis in die Gegenwart frisch zu halten.

„Wir schmeißen keine 80er-Partys

„Als wir damals von Norwegen nach England gezogen sind, haben wir uns radikal verändert“, erzählt mir a-ha-Keyboarder Magne Furuholmen im SWR3-Interview. „Die 80er waren sowohl großartig als auch schrecklich. Wenn ich mir heute anschaue, wie wir damals rumgelaufen sind und welche Frisuren wir hatten, bin ich immer peinlich berührt, andererseits haben wir uns gelöst von den musikalischen Einflüssen der 60er und 70er Jahre und unseren ganz eigenen elektronischen Pop-Sound kreiert. Das war phantastisch!“ Aber a-ha halten sich nicht lange auf mit nostalgischen Erinnerungen an vergangene Zeiten. „Wir schmeißen keine 80er-Partys für uns, aber interessant ist doch, dass unsere Kinder inzwischen dieses Jahrzehnt wieder entdecken und die Musik auch wieder schätzen lernen“, meint Morten Harket.

Mit das Beste von a-ha

Der a-ha-Frontmann und frühere Teenie-Schwarm feiert im September seinen 50. Geburtstag und neben seinen insgesamt sechs Kindern hält ihn vor allem die Musik jung. „Bis auf eine kleine Pause Mitte der 90er-Jahre machen wir jetzt seit 1982 zusammen Musik und auch wenn wir nicht immer die besten Freunde waren, ist es uns trotzdem immer wieder gelungen, neue Alben aufzunehmen und auf Tour zu gehen. Und das macht uns schon ein bisschen stolz.“ „Foot Of The Mountain“ heißt das inzwischen neunte Studioalbum von a-ha und man muss neidlos anerkennen: es gehört mit zum besten, was die drei Norweger in den letzten zehn Jahren veröffentlicht haben. Melancholisch, melodiös und mitreißend – der Sound von a-ha ist einzigartig.

Die Simple Minds: Eine hervorragende Live-Band

Auch Simple Minds-Sänger Jim Kerr, mit deren Band a-ha die Bühne beim „SWR3-Hautnah-Sommerspecial“ auf Schloss Engers teilen werden, ist bekennender a-ha-Fan: „Ich liebe ihre wunderschönen Melodien und die unverwechselbare Stimme von Morten Harket.“ Der wiederum gibt das Kompliment sofort zurück: „Die Simple Minds sind eine großartige Band. Wir haben noch nie zusammen gespielt, freuen uns aber sehr darauf.“ Auch die Simple Minds haben mit „Graffiti Soul“ kürzlich ein neues Album veröffentlicht, das 16. ihrer Karriere, die Ende der 70er-Jahre begann. Damals noch als Punk-Band unter dem Namen „Johnny & The Self Abusers“. Ähnlich wie a-ha haben sich auch die Simple Minds über die Jahrzehnte einen Ruf als hervorragende Live-Band erarbeitet. Legendär sind bis heute ihre Auftritte 1985 bei Live Aid in Philadelphia und 1988 beim Mandela Tribute Concert im Londoner Wembley-Stadion.

„Wir leben und atmen für die Bühne

Für Jim Kerr gehören Live-Auftritte zum Schönsten, was er sich vorstellen kann: „Die Simple Minds sind unser Leben, unsere Musik, aber auch unsere Freundschaft, unsere Identität. Es ist schwer, sich ein Leben ohne diese Band vorzustellen.“ Morten Harket sieht es ähnlich: „Wir leben und atmen für die Bühne. Unsere Musik wäre wertlos ohne unsere Fans.“ a-ha und die Simple Minds: zwei große Bands der 80er-Jahre, die bis heute, um es mit einem Hit der Simple Minds zu sagen, „Alive And Kicking“ sind. Was mehr können wir uns wünschen für das „SWR3-Hautnah-Sommerspecial“ auf Schloss Engers?

Autor: Matthias Kugler

Simple Minds
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a-ha live
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Simple Minds live
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a-ha
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