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3 Monate Kanada wie im Bilderbuch

Wale gucken in Tofino, Niagara-Fälle bestaunen und Grizzlybären am Straßenrand beobachten – Alexandra hat in ihren drei Monaten in Kanada viele tolle Eindrücke gesammelt.

Ich hatte mich ja schon im Voraus auf die Reise nach Kanada gefreut. Aber dass die drei Monate so beeindruckend und vielseitig werden würden, hätte ich dann doch nicht erwartet.

Putzen mit Meerblick

Zwei Monate lang habe ich in dem Örtchen Tofino auf Vancouver Island in der Middle Beach Lodge als „housekeeperin“, also als Zimmermädchen, gearbeitet. Putzen und Betten machen zähle ich für gewöhnlich nicht unbedingt zu meinen Hobbys, aber wenn man dabei immer wieder aus dem Fenster schauen und den perfekten Blick auf den Pazifik genießen kann, wird diese Arbeit zu einem kleinen Vergnügen. Gemeinsam mit drei anderen Deutschen und etwa 20 Kanadiern habe ich in einem Haus für die Mitarbeiter der Lodge gewohnt, etwa 500 Meter vom Strand entfernt. Sauberkeit und Hygiene ließen in der Unterkunft zwar leider etwas zu Wünschen übrig, aber die traumhafte Natur Vancouver Islands hat uns für alles entschädigt.

Whale Watching in Tofino

Tofino ist vor allem als Surferparadies bekannt und bietet fantastische, unberührte Strände, wo sich an windigen Tagen (die es sehr oft gibt!) die Wellen nur so überschlagen. Ein sehr angenehmer Bonus für uns Angestellte in Tofino war, dass wir sämtliche Touristenattraktionen umsonst nutzen konnten. So haben wir an unseren freien Tagen so tolle Unternehmungen wie Whale Watching, Bear Watching, Kajaktouren, Ausflüge zu den Heißen Quellen und Wanderungen durch die Mammutbaumwälder des Nationalparks gemacht.

Quer durch Kanada

Die restlichen vier Wochen meines Kanadaaufenthalts habe ich zum Reisen genutzt. Zuerst war ich zwei Wochen in Ontario und Quebec, im Osten Kanadas, unterwegs. Dort bin ich überwiegend mit dem Greyhound-Bus umher gefahren und habe dabei die Niagara Fälle, Toronto, Montreal und Kanadas Hauptstadt Ottawa besucht. Die drei Städte haben alle ihre Besonderheiten: Toronto, eine große, multikulti Stadt, in der immer was los ist; in Ottawa bekommt man einen interessanten Einblick in Kanadas Geschichte und Politik und Montreal ist eine sehr europäische Großstadt mit französischem Flair.

In 12 Tagen 2500 Kilometer

Nach der Arbeitszeit auf Vancouver Island habe ich zusammen mit meiner Schwester, die zu Besuch gekommen war, ein Auto gemietet und wir sind „einfach drauflos gefahren“. Innerhalb von zwölf Tagen haben wir 2500 Kilometer zurückgelegt und dabei Kanada wie im Bilderbuch erlebt. Unser Roadtrip führte uns ausgehend von Vancouver in die Nationalparks Banff und Jasper, zum berühmten Lake Louise und in den Skiort Whistler, wo die Vorbereitungen für die Olympischen Spiele 2010 in vollem Gange waren.

Atemberaubende Eindrücke

Mein persönliches Highlight der Reise war der Icefields Parkway, eine 230 Kilometer lange Straße, die durch die Nationalparks vom Örtchen Banff nach Jasper führt. Alle paar Kilometer gab es einen neuen atemberaubenden Aussichtspunkt: Gletscher, tosende Wasserfälle, verschneite Berglandschaften (und das im Oktober) und Seen in solch tiefem türkis, dass man sich fragt, ob da nicht jemand heimlich ein paar Eimer Farbe hineingekippt hat. Und um das ganze perfekt zu machen, haben wir unterwegs zwei Mal

Grizzlybären am Straßenrand gesehen. Mit der DKG nach Kanada zu gehen war also definitiv eine gute Idee, eine Erfahrung und ein Abenteuer.

Alexandra Leininger, (22 Jahre, studiert Publizistik und American Studies an der Uni Mainz)

Interner LinkHier könnt ihr andere Erfahrungsberichte nachlesen

Interner LinkNoch bis zum 31. Januar 2010 können sich Studenten für einen Sommer in Kanada bewerben. Zwei Monate jobben, einen Monat reisen – die Deutsch Kanadische Gesellschaft macht's möglich. Hier findet ihr alle Infos.