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Kira Urschinger
Kira Urschinger; Foto: SWR3 / Nadine Luft
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Diese Abofallen richten sich vor allem an Eltern: Auf Facebook und Instagram gibt es Werbung für Ratgeber-Bücher zum günstigen Preis... inklusive teurem Abo. Wir zeigen, worauf du beim Kauf von eBooks achten solltest und wie du aus dem Abo im Zweifel wieder rauskommst.

Was soll ich tun, wenn mein Kind eigentlich zu alt ist für Windeln? Wie krieg ich den Kleinen endlich dazu, durchzuschlafen? Auf der Suche nach Tipps greifen Eltern oft zum Smartphone und suchen nach Ratgebern. Die werden als kostenlose oder sehr günstige eBooks auf Webseiten und in Internet-Foren angeboten und auf Facebook und Instagram als hilfreiche Ratgeber beworben. Klingt nach einer schnellen Hilfe für Erziehungsfragen – es kann aber eine fiese Abofalle dahinterstecken.

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz warnt zum Tag der Internetsicherheit vor diesen Fallen, SWR-Wirtschaftsredakteurin Eva Lamby-Schmitt hat sie angeschaut und Beispiele gefunden, bei denen man vorsichtig sein sollte.

Wer auf Seiten wie baby-endlich-schlafen.de und endlich-windelfrei.de ein eBook kauft, hat schnell automatisch auch ein Abo von 37 Euro im Monat abgeschlossen, ohne es zu merken.

Das Problem: Der Hinweis auf dieses Abo ist nach Angaben der Verbraucherzentrale nicht ausreichend gekennzeichnet, obwohl die Webseiten-Betreiber dazu verpflichtet sind. Außerdem müssen Anbieter dem Kunden eine Vertragsbestätigung per E-Mail schicken. Hält sich ein Anbieter nicht daran, kommt kein wirksamer Vertrag zustande. Kunden sollten sich in einem solchen Fall wehren und das Abo nicht einfach hinnehmen.

Die Verbraucherzentrale bietet Hilfe zur Kündigung und auch eine Rechtsberatung für Leute, die dabei Unterstützung brauchen.

Grundsätzlich rät die Verbraucherzentrale, bei bislang unbekannten Online-Händlern besser misstrauisch zu sein, vor allem wenn als Zahlungsart nur Vorkasse angeboten wird – also erst bezahlen, dann kommt die Ware.

Unseriöse Anbieter seien außerdem daran zu erkennen, dass sie oft auffallend günstige oder stark reduzierte Preise haben, schlechte oder zu viele Kundenbewertungen oder ein fehlendes Impressum.

Tipps, um Abofallen zu erkennen und sich gegen sie zu wehren

  • Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, bei besonders günstigen Online-Angeboten generell kritisch zu sein.
  • Bevor ich etwas kaufe, sollte ich die gesamte Website auf versteckte Hinweise checken.
  • Klingt banal, geht aber im Alltag oft unter: Man sollte regelmäßig das Konto checken – wird da etwas abgebucht, wovon ich gar nichts weiß?
  • Wer ein ungewolltes Abonnement abgeschlossen hat, kann sich wehren und bekommt oft auch das Geld zurück.

So kannst du ein ungewolltes Abo kündigen

Die Verbraucherzentrale stellt hier einen Musterbrief zur Verfügung, an dem man sich orientieren kann, wenn man in einer Abofalle gelandet ist. Diesen Brief sollte man so an den Anbieter versenden, dass man eine Empfangsbestätigung bekommt – also zum Beispiel als Einschreiben oder auch – ganz old school – als Fax mit Sendebericht. So kann der Anbieter nicht behaupten, der Kunde hätte sich nie bei ihm gemeldet.

Aber: Manche Anbieter geben im Impressum nur eine Adresse im Ausland an. Dann bleibt einem leider nur der Widerruf per E-Mail.

Was sind die Vorteile von eBook-Readern?

Wer im Urlaub gerne liest oder als Pendler viel mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, will vielleicht nicht immer Bücher mit sich rumschleppen. Da kann ein eBook eine handliche und leichte Alternative sein. Die Reader sind auch sehr robust und es gibt sie mittlerweile auch in wasserdicht.

Leseratten sind mit den Readern sogar recht günstig dabei. Denn in der Anschaffung kosten sie zwar Geld, die Bücher selbst sind dann aber oft recht günstig. Je mehr ich also lese, desto eher rentiert sich die digitale Variante des Buches.

Für Fans von Hörbüchern gibt es bei einigen Modellen auch Angebote, diese ebenfalls auf den eBook-Reader zu laden.

Für wen lohnt sich ein E-Book-Reader?; Foto: dpa/Picture-Alliance

Lesen Für wen lohnt sich ein Reader für eBooks?

Dauer

Im Vergleich zu Tablets oder Smartphones sind die eBooks wirklich fürs lange Lesen ausgelegt. Wer es ausprobiert, wird feststellen, dass es sich wegen der angepassten Kontraste und der Bildschirmhelligkeit tatsächlich besser liest als auf den Geräten, die dafür eben nicht gemacht sind.

Tipps für den Kauf eines eBook-Readers

Display

Echte eBook-Reader haben ein Display mit E-Ink, sogenannte elektronische Tinte. Die Vorteile: Sie verbraucht nur beim Umblättern Strom und hat ein sehr gutes Schriftbild. Der Kontrast ist hoch und leicht lesbar. Diese Technik benötigt keine Hintergrundbeleuchtung. So braucht man zum Lesen am Abend auch keine Nachttischlampe. Umgekehrt kann man auch im prallen Sonnenlicht – zum Beispiel auf dem Balkon im Sommer oder im Urlaub am Strand – sehr gut lesen.

Akku

Die Akkulaufzeiten können sich je nach Modell stark unterschreiben. Wer etwa zwei Stunden am Tag liest und die Displaybeleuchtung nicht dauernd laufen lässt, kann von guten Geräten erwarten, dass der Akku auch mal zwei Wochen lang durchhält.


Auswahl und Kopien

Nicht alle Bücher, die es in gedruckter Form zu kaufen gibt, kann man auch als eBooks kaufen, das Angebot ist derzeit noch geringer. Viele eBooks sind mit einem Kopierschutz ausgestattet, sodass man die Bücher nicht beliebig weitergeben kann. Aber mehrere Kopien auf eigenen, unterschiedlichen Lesegeräten, sind möglich.

Speicherplatz

Wichtig für den Kauf ist auch die Frage nach dem Speicherplatz. Wie viel ich brauche, hängt davon ab, wie viel ich lesen will. Ich sollte mich aber auch fragen: Reicht mir vielleicht ein bisschen weniger? Das macht jedenfalls am Preis viel aus.