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Kira Urschinger
Kira Urschinger; Foto: SWR3 / Nadine Luft
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Es ist mild, stellenweise fliegen jetzt sogar schon die ersten Pollen. Leute, die allergisch gegen Frühblüher sind, merken das. Welche Mittel helfen bei Allergien wirklich? Und warum werden sie gefühlt immer häufiger und schlimmer?

1. Allergien werden immer schlimmer, stimmt das?

Es gibt gute und schlechte Jahre für Pollenallergien. Vor allem bei Birkenpollen sagen Biologen: Alle zwei Jahre gibt es die sogenannten Mastjahre, in denen die Birken besonders viel Blütenstaub produzieren, um den Bestand zu sichern. Dann fliegen viel mehr Pollen als sonst durch die Luft, was auch für Nicht-Allergiker anstrengend werden kann. So ein Mastjahr hatten wir beispielsweise 2018.

Vor allem in Städten nimmt die Zahl von Allergikern zu. Forscher vermuten, dass dreckige Luft daran schuld sein könnte. Denn: Schadstoffe heften sich direkt an Pollen. Zum Beispiel an Diesel-Abgaspartikel. Der Mix aus Schadstoffen und Pollen verschlimmert die Energie und gilt in der Forschung als zusätzlicher Faktor, der eine Allergie auslösen kann.

Deshalb fliegen die Pollen dieses Jahr so früh

2. Jeder kann eine Pollen-Allergie kriegen

Das Fiese ist: Die Allergie kann jeden treffen, egal in welchem Alter. Sie kann einfach von einem Jahr auf das andere anfangen – eine Vorbeugung gibt es nicht. Es gibt ein paar Faktoren, die Allergien aber begünstigen:

  • Stress, der länger andauert, kann den Körper anfälliger machen für Allergien
  • Schlafmangel verstärkt die Beschwerden
  • Alkohol kann die Symptome verschärfen
  • Schmutzige Luft

3. Was macht Pollen so gefährlich?

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4. Was sind Kreuzallergien?

Das Blöde: Pollenallergiker entwickeln leider auch häufig sogenannte Kreuzallergien. Dabei reagieren die Betroffenen nicht nur auf bestimmte Pollen, sondern auch auf gewisse Lebensmittel allergisch. Bei Menschen, die Birken, Hasel- oder Erlenpollen nicht vertragen, sind das häufig Äpfel oder anderes Kernobst, aber auch Nüsse. Wer auf Beifußpollen reagiert, spürt plötzlich ein Kribbeln im Mund, wenn er Sellerie oder eine Möhre isst. Auch bestimmte Gewürze verträgt er dann nicht mehr.

Kreuzallergien können auftreten, aber bei weitem nicht alle Allergiker sind davon betroffen und sie verschwinden auch meist wieder, wenn die Blütezeit vorbei ist.

5. Was wirklich hilft gegen Heuschnupfen und Pollen-Allergie

Kopf- oder Gliederschmerzen, Gelenkprobleme, Verspannungen? Viele Menschen greifen zum Schmerzmittel. Für ein paar Tage, Wochen oder sogar Monate. Aber Aspirin, Ibuprofen oder Paracetamol sind keine Lutschbonbons. Das sind die Gefahren.

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Die Stiftung Warentest hat 2018 eine Reihe von Mitteln getestet. Die Empfehlung im Überblick:

  • Bei leichten Beschwerden können rezeptfreie Augentropfen und Nasensprays helfen
  • Akut wirksam sind Mittel mit Azelastin, Levocabastin und Ketotifen
  • Antihistaminika sind ein bisschen stärker, dazu gehören die Wirkstoffe Cetrizin oder Loratadin
  • Tipp: Am besten haben jene Mittel abschnitten, die frei sind von Konservierungsstoffen

Die Stiftung Warentest empfiehlt vor allem die neueren Wirkstoffe Cetrizin oder Loratadin: „Anders als ältere Antihistaminika machen sie nur wenig müde und wirken von innen heraus, was Nase und Augen, Rachen und Atemwege entlastet“, so die Erklärung.

Wie viel darf es kosten? Die günstigsten Tabletten im Test kosteten 2,70 Euro, für 20 Tabletten. Wem das nicht hilft, für den kommt eine Hyposensibilisierung in Frage – also, Spritzen gegen die Allergie, um sie langfristig einzudämmen oder wegzukriegen. Diese Behandlung ist rezeptpflichtig. Also unbedingt mit dem Arzt reden.