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Äpfel sind langweilig? Von wegen! Mit diesen Fakten bist du der Klugscheißer bei der nächsten Apfelernte.

Fakt 1: Saure Äpfel haben am meisten Zucker. Jonagold etwa hat 50% mehr davon als der süße Golden Delicious. Er hat aber auch doppelt so viel Säure. Klar, dass der auch intensiver schmeckt. Viele alte Sorten sind übrigens viel zuckerhaltiger als die modernen. Die Sternrenette hat 25% Zucker – da wäre jede Zuckerrübe froh drum!

Fakt 2: Die Deutschen essen immer weniger Äpfel. In nur 10 Jahren ist der Jahresverbrauch von 28 auf 18 Kilo zurückgegangen. Dafür essen wir immer mehr exotisches Obst.

Fakt 3: Vitamine und andere Inhaltsstoffe: Das Gute sitzt beim Apfel außen, nah an der Schale und ganz innen, im Kerngehäuse. Der Rest, also das, was wir essen, das hat die Natur nur erfunden, damit wir die Kerne mitessen und dann in der Landschaft verteilen. Die Kerne sind nämlich die Früchte – der Apfel selbst nur eine Schein-Frucht.

Fakt 4: Äpfel reifen auch dann noch, wenn sie längst geerntet sind. Bei Raumtemperatur übrigens zehnmal schneller als im kalten Keller. Aber Vorsicht: Sie strömen das Reifungsgas Ethylen aus. Und dadurch wird anderes Obst in der gleichen Schale schnell alt. Bananen also immer mit Abstand lagern, sonst sind sie schnell braun.

Fakt 5: Adam und Eva im Paradies – so steht es in der Bibel – auch die Schlange ist da erwähnt. Nur den Apfel, den haben Übersetzer da reingemogelt. Vielleicht weil der lateinische Name für den Apfel – Malus – ziemlich nah an Malum dran ist. Und das heißt schlecht.

Fakt 6: Pink Lady ist zwar ein bekannter Apfel, aber keine Sorte sondern eine Marke. Die Sorte heißt Cripps Pink. Die kann jeder Bauer anbauen – aber die will niemand kaufen. Ein Mega-Marketing hat aber den Leuten den Floh ins Ohr gesetzt, dass Pink Lady etwas Besonderes wäre. Wer aber seine Äpfel unter diesem Namen verkaufen will, der muss dafür ordentlich Tantiemen zahlen.

Fakt 7: Es gibt so an die 30.000 Apfelsorten weltweit. Essbare. Sie stammen alle vom asiatischen Wildapfel aus Kasachstan ab. In Deutschland sind an die 2000 Sorten bekannt. Aber nicht mal ein Dutzend davon muss man sich als Verbraucher merken – nur die gibt’s in den Supermärkten.