Bauernregeln; Foto: dpa
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Woher kommen eigentlich Bauernregeln?

Die meisten Bauernregeln haben sich entwickelt über mehrere Generationen von Landwirten. Weil das Wetter natürlich wichtig ist für die Ernte, haben die sich viel Mühe gemacht, das Wetter zu beobachten und haben versucht, daraus Regeln abzuleiten. Tatsächlich haben viele Wissenschaftler daran geglaubt, dass sich Wetter wissenschaftlich lange im Voraus berechnen lässt – einer der Verfechter war Galileo Galilei. Ihr wisst schon, 17. Jahrhundert, der Typ mit „Die Erde ist keine Scheibe“.

Wichtig: Reimen!

Reime prägen sich besser ein, was sich reimt, das können wir uns merken. Nach diesem Prinzip sind die meisten Bauernregeln gereimt, denn sie wurden ja nicht aufgeschrieben sondern weiter erzählt. Und da ist es natürlich blöd, wenn der Bauer seinem Sohn eine Regel sagen möchte und dummerweise den zweiten Teil des Satzes nicht mehr weiß.

Warum sind da so komische Tage?

Ganz häufig haben Bauernregeln mit einzelnen, bestimmten Tagen zutun. Die haben dann Bezeichnungen, die wir heute gar nicht mehr kennen. So wie: „Sankt Wolfgang Regen verspricht ein Jahr voll Segen“. Sankt Wolfgang ist der 31. Oktober und der wurde benannt nach einem geistlichen: Wolfgang von Regenburg. Da merken wir schon: Diese Tage haben ganz viel mit dem christlichen Glauben zu tun. Namenstage von damals wichtigen Leuten. Heute müssen wir deshalb oft mal nachschlagen, welcher Tag überhaupt mit der Bauernregel gemeint ist – früher wussten das die Leute natürlich noch.