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Die Rabatt-Schlacht läuft – aber bei all den Angeboten ist durchaus nicht jedes ein guter Deal. Diese Tipps helfen bei der Entscheidung: kaufen oder nicht kaufen.

Wenn es nach Online-Shops und Elektronik-Ketten geht, sollten am besten rund um die Uhr einkaufen. Viele Anbieter haben aus dem Black Friday und Cyber Monday gleich eine ganze Cyber Week ausgerufen. In der SWR3-Morningshow haben wir uns gefragt: Was kommt eigentlich nach diesem eigentlich letzten Rabatt-Schlacht-Tag noch?

Rabatte, Deals und Megadeals – alles Betrug?

Die Anbieter werben mit Nachlässen um bis zu 90 Prozent. Verbraucherschützer halten diese Rabatte für hoch gegriffen – oft seien die Rabatte auf die unverbindliche Preisempfehlung der Hersteller berechnet, nicht aber auf den tatsächlichen Verkaufspreis im Handel. Laut dem Vergleichsportal Check24 können Verbraucher insbesondere bei Elektronikartikeln aber durchaus sparen.

Also: Der Black Friday ist nicht grundsätzlich eine Verbraucher-Falle. Es gibt durchaus gute Angeboten – aber eben auch einige, die uns nur zum schnellen Klicken und Kaufen verführen wollen. Wie schaffen wir es also, gute Angebote von fiesen Schnäppchen-Fallen zu unterscheiden?

Tipp 1: Wissen: „Wenn's günstig war, kommt's eh nochmal.“

Ob ein um 30 Prozent günstigeres Notebook, eine Kamera für 200 Euro weniger, oder 60 Müsliriegel zum Preis von einem. Jedes Sonderangebot ist eins, weil die Händler auf der Ware sitzen! Heißt, es wird so lange verkauft bis alles weg ist. Trick im Online-Handel: Einen Countdown neben dem Preis ablaufen lassen. Wichtig für uns: Nicht von der Uhr verrückt machen lassen, sondern sich selbst kritisch fragen: Brauchen meine Lieben oder ich das wirklich?!

Tipp 2: Psychotricks umgehen – mit der Suchmaschine

Black-Friday-Preise wirken toller, weil der normale Preis neben dran steht. Deshalb: Vor dem Klicken erst mal die genaue Produktbezeichnung kopieren, in die Suchmaschine eingeben und merken: Dieses 'Schnäppchen' gibt es auch anderswo genauso günstig und das ganz ohne Black Friday.

Tipp 3: Vorsicht bei Käufen aus dem Ausland

Dreissig Prozent ; Foto: dpa/picture-alliance
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Der Online-Black-Friday und der Cyber Monday sind ein weltweites Ereignis. Das bringt viele auf die Idee, mal in England und den USA zu gucken, ob's Elektronik dort vielleicht billiger gibt. Aber Achtung, hier könnt ihr richtige Fehlkäufe machen: In den USA fließt der Strom anders und oft werden die Preise ohne Steuer und Versand ausgewiesen.

Heißt: Bis das Schnäppchen zu Hause ankommt, ist es oft genauso teuer wie im Laden um die Ecke.

SWR3-Audio: Beitrag anhören; Foto: SWR3.de
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Aus SWR3 PopUp

US-Schnäppchen und der Zoll

Tipp 4: Angebote hinterfragen!

Der Black Friday ist natürlich auch eine Einladung an Betrüger. Im Netz sind viele unseriöse Fake-Angebote unterwegs. Bleibt also skeptisch: Ist das ein gutes Angebot oder zu günstig, um echt zu sein? Ein Warnsignal sollte außerdem die Zahlungsart sein: Bietet ein Verkäufer ausschließlich Vorkasse an, solltet ihr misstrauisch werden... bevor ihr das Geld überwiesen habt.

Zugegeben, diese Tipps brauchen alle etwas Zeit und vielleicht führen sie sogar dazu, dass die Lust am Black-Friday-Shopping vergeht. Und damit sind wir schon beim größten Schnäppchen:

Tipp 5: Black Friday ignorieren...

...und einfach mal gar kein Geld ausgeben.