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Kira Urschinger
Kira Urschinger; Foto: SWR3 / Nadine Luft
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Auch wer selbst fit ist kann mithelfen, nicht nur sich selbst, sondern auch Risikogruppen zu schützen. Hier gibt es Experten-Tipps, den ultimativen SWR3-Abstandsrap, ein Video, wie du das Smartphone richtig reinigst und wir erklären auch, weshalb gerade Allergiker auf sich achten sollten.

9 Tipps gegen Corona: So kannst du dich und andere schützen

Besonders wichtig ist der Schutz von Risikogruppen. Denn auch wer selbst gesund ist und vermutlich einen schwächeren Krankheitsverlauf hätte, kann etwas tun, um die Lage in Deutschland zu entspannen.

Kontakte vermeiden

Tipp 1: Kontakte insbesondere zu fremden Menschen vermeiden

Viele Geschäfte haben geschlossen, das ist eine Maßnahme von Bund und Ländern, um zu vermeiden, dass Menschen in ihrem normalen Alltag ständig auf andere Menschen treffen und sich damit tendenziell infizieren können. Das heißt nicht, dass man zu Hause bleiben muss – es geht vor allem um den Kontakt mit fremden Personen. Ein Spaziergang mit der Familie kann gut tun und die frische Luft stärkt natürlich auch das Immunsystem. Aber ganz generell gilt: Lieber mehr Zeit zu Hause verbringen und Kontakt vermeiden, so wie es auch die Beschränkungen der Bundesregierung vorsehen.

Der SWR3-Abstandsrap

Marcus Barsch; Foto: SWR3

SWR3-Nachmittagsshow mit Marcus Barsch Corona-Rap „Die Köpf net zammestregge“ feat. Ralph from Mosbach

Dauer
Abstand halten

Tipp 2: Halte einen Abstand von zwei Metern

Als Empfehlung gilt: Zwei Meter Abstand halten zu anderen Menschen. Claudia Spies von der Charité erklärt für SWR3 in den Topthemen am Mittag, warum zwei Meter gerade richtig sind – und ein Meter zu wenig:

SWR3-Audio: Beitrag anhören; Foto: SWR3.de

Highlights anhören 2 Meter Mindestabstand zu Anderen einhalten

Dauer
Seife, Wasser und Zeit

Tipp 3: Richtig Hände waschen

Für die Vorbeugung gelten dieselben Regeln wie bei jeder anderen Krankheit auch – wie zum Beispiel einer Grippe: „Eigentlich nur fließendes Wasser. Es reicht, die Hände regelmäßig mit warmem Wasser und Seife zu waschen,“ sagt Peter Kremsner, Infektiologe an der Uniklinik Tübingen, in der SWR3-Nachmittagsshow mit Marcus Barsch.

Umfangreiche Informationen, wie man sich die Hände am besten wäscht, gibt es bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Richtig Hände waschen

Das Wichtigste in Kürze:

  • Hände regelmäßig waschen – insbesondere, wenn man mit kranken Menschen Kontakt hatte, bevor man Essen zubereitet, auf der Toilette war oder wenn man geniest oder sich die Nase geputzt hat.
  • Die Hände unter fließendes Wasser halten, die Temperatur des Wassers ist egal,
  • aber man sollte die Hände gründlich einseifen – vor allem auch in den Zwischenräumen der Finger und unter den Fingernägeln.
  • Danach die Hände unter fließendem Wasser abwaschen,
  • das dauert insgesamt etwa 20 bis 30 Sekunden.
  • Danach die Hände gut abtrocknen,
  • zu Hause hat am besten jeder sein eigenes Handtuch.
Für Eltern

Tipp 4: Kindern mit Spaß den Schutz vor Corona nahe bringen

Kinder erkranken selten an COVID-19, aber können dennoch Träger des Virus sein und es verbreiten. Viele Kitas und Schulen in SWR3Land wurden geschlossen. Nun ist es an den Eltern, ihren Kids den Spaß an der Hygiene beizubringen. Und da gibt es richtig gute Tipps:

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Auch Musik kann den Spaß am Händewaschen vermitteln – übrigens nicht nur bei Kindern:

Die Refrains dieser Songs dauern genau 20 Sekunden...

...und sind deshalb ideal, um genau richtig die Hände zu waschen. Außerdem macht es dann mehr Spaß:

  • Love On Top – Beyoncé
  • Landslide – Fleetwood Mac
  • Rasperry Beret – Prince
  • Jolene – Dolly Parton
  • Africa – Toto
  • Truth Hurts – Lizzo
Richtig niesen

Tipp 5: Bitte in die Armbeuge niesen!

Auch das mit dem Niesen könnte Dank Corona ja vielleicht endlich mal klappen... Denn immer wieder sieht man in der Grippe-Zeit Leute, die das nicht anständig hinkriegen. Hier die wichtigsten Tipps zum richtigen Niesen:

  • Wer niest, sollte Abstand halten zu Menschen um einen herum – die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung empfiehlt etwa einen Meter.
  • Am besten nutzt man Einwegtaschentücher
  • und entsorgt sie gleich.
  • Wer Stofftaschentücher benutzen möchte, sollte sie bei 60 Grad waschen.
  • Ist kein Taschentuch in der Nähe: In die Armbeuge niesen (gilt auch für husten)
  • und dabei von den Menschen in der Nähe abdrehen.
  • Danach: Hände waschen.

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Corona-Tipps für Allergiker

Tipp 6: Allergiker und Asthmatiker sollten auf ihre Medikamente achten

Die größten Unterschiede zwischen Allergie und COVID-19: Bei einer Allergie hat man kein Fieber, eines der wichtigsten Symptome für die Erkrankung durch das Coronavirus, erläutert Ludger Klimek, Präsident des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen, im Interview für die SWR3-Vormittagsshow. Auch die Augensymptome seien ein sehr gutes Unterscheidungsmerkmal: Juckende Augen und auch eine laufende Nase deuteten eher auf eine Allergie hin.

Wichtig: Darauf sollten Allergiker und Asthmatiker achten

Allergikern rät der Experte, dass sie unbedingt ihre Medikamente nehmen sollten, um nicht zur Risikogruppe zu werden.

Wir wissen nämlich, dass Patienten – insbesondere mit einem Bronchial-Asthma – wenn sie ihre Medikamente nicht regelmäßig einnehmen, tatsächlich höher gefährdet sind, an infektiösen Atemwegserkrankungen schwerer zu erkranken und dazu gehört natürlich auch das Coronavirus.

Ludger Klimek, Präsident des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen

Wer seine Therapie beibehält, kann das Risiko minimieren, das sei dann nicht mehr höher als für andere Patienten.

Dasselbe gilt laut Lungenexperten auch für Asthmatiker. Auch hier gelte: Wer gut eingestellt ist, ist nicht stärker gefährdet als Gesunde.

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Home-Office

Tipp 7: Wer kann, sollte das Angebot für Home-Office nutzen

Nicht jeder kann Home-Office machen und es ist auch nicht jedem Arbeitgeber möglich, dies für alle Mitarbeiter einzurichten. Wer aber die Chance hat, sich aus einem Großraumbüro zurückzuziehen und von zu Hause aus zu arbeiten, sollte das machen, um die Kontakte zu anderen Personen einzuschränken.

Wer im Büro bleibt, kann auch dort auf Hygiene achten: Lieber telefonieren als jemanden persönlich zu einer Besprechung besuchen. Besser Video-Telefonie als eine Dienstreise beantragen. Stark aufs Händewaschen achten. Menschenansammlungen wie Kantinen vermeiden, sofern sie denn überhaupt noch geöffnet sind.

Hier ist die Zusammenarbeit aller gefragt – denn natürlich bedeutet es eine Umstellung, so zu arbeiten. Im Netz gibt es dazu schon eine passende Challenge: Die #stayhomechallenge für alle, die ihre Zeit zu Hause möglichst schön gestalten wollen und so auch Spaß daran haben, sich und andere vor Corona zu schützen.

Hier findest du Tipps, wie du als Home-Office-Neuling klarkommst

Handy-Putz

Tipp 8: Das Smartphone richtig reinigen

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Keine Panik

Tipp 9: Vertraue den Corona-Experten

Es kursieren eine ganze Menge Meldungen rund um das Coronavirus, da ist insbesondere in den sozialen Netzwerken viel dabei, was einfach nicht stimmt – im schlimmsten Falle Fake News, die gefährlich sind und Panik verbreiten.

Lass dich davon nicht verrückt machen, vertraue auf verlässliche Medien und auf Experten. Einer davon ist Dr. Jens Mathews, er ist Internist und Lungenarzt. Zu ihm in die Praxis kommen täglich Menschen, die sich krank fühlen und Symptome spüren. Er weiß, wie er mit möglichen Corona-Patienten umgehen muss und auch, wie man das Virus erkennt:

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Tipps vom Hygieneexperten

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