Autor
Sara Talmon
Sara Talmon; Foto: SWR3 Club / Kirsten Klumpp
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Wir sollten den Medizinern und Krankenhäusern nicht die OP-Masken wegkaufen. Das ist wichtig in diesen Tagen. Die Alternative: Masken selbst nähen. Aber wie geht das und was bringt es?

Masken-Mangel auf der ganzen Welt

„Es gibt in allen Ländern, nicht nur in Deutschland, praktisch auch auf der ganzen Welt, einen Mangel an diesen Masken. Vor allem in Europa ist es flächendeckend so, dass kein Land irgendwelche Vorräte hat“, erklärt Virologe Christina Drosten im NDR-Podcast. Eine Maske zu tragen sei zwar kein vollständiger Schutz, in einigen Fällen sei es aber trotzdem sinnvoll.

Was bringen Mundschutzmasken?

Andere Leute (mit dem Coronavirus) anstecken

Die Masken sind weniger dazu da, den Träger zu schützen als die anderen: Wer selbst hustet oder niest, hält mit einer Maske große, grobe Tröpfchen auf, sagen Experten wie Virolge Christian Drosten. Aber Achtung, die kleineren Tröpfchen können aber nach wie vor andere Leute anstecken. Eine Maske schützt also nur bedingt.

Drosten hält es trotzdem nicht für abwegig, sich die Masken selbst zu nähen, um andere – beispielsweise Risikogruppen – zumindest ein bisschen vor sich selbst zu schützen.

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Sich selbst (mit dem Coronavirus) anstecken

Dass ein Mund-Nasen-Schutz das Risiko verringert sich selbst anzustecken, ist laut Drosten allerdings nicht nachgewiesen. Und die Weltgesundheitsorganisation WHO sagt, dass so eine Maske sogar zu einem falschen Sicherheitsgefühl führen kann. Heißt: Die Menschen waschen sich zum z.B. nicht mehr richtig die Hände oder halten nicht genug Abstand. Und genau das bleibt ja nach wie vor extrem wichtig.

Abstand halten, Hände waschen: So schützt du dich und andere

Maske als höfliche Geste

„Wenn man in die Öffentlichkeit geht und man weiß es einfach nicht, ob man morgen Symptome bekommt, und man möchte eine Art Höflichkeit und Engagement zeigen, dann ist das ja eine Geste. Man zeigt dadurch, man denkt daran. Man ist zwar nicht als Kranker in der Öffentlichkeit, aber man erkennt an, dass man nicht weiß, ob man morgen Symptome bekommt. Also ist es eine Geste der Höflichkeit, eine Maske zu tragen.“

Anleitung: Mundschutz selber machen

Du möchtest dir dennoch eine Maske selber machen? So geht's:

Was du brauchst

  1. Biegsamen Draht,
  2. ein Bügeleisen,
  3. Nähzeug – im Idealfall eine Nähmaschine,
  4. kochfeste Baumwolle, damit man die Maske auch bei 90 Grad waschen kann (außerdem sollte man noch durch den Stoff atmen können).

Aus diesen Materialien wird dann ein Mund-Nasen-Schutz genäht. Zumindest nach einer Anleitung der Stadt Essen. An dieser Anleitung orientieren sich zum Beispiel auch das Universitätsklinikum Essen und das Klinikum Worms. Die nähen nämlich gerade selber bzw. lassen Masken nähen, aber nur für den absoluten Notfall.

Geprüft oder zertifiziert sind diese Anleitung im Netz nicht. Es sind eben nur Alternativen.

Wichtig ist, dass Schutzmasken richtig sitzen, heißt es vom Robert-Koch-Institut. Sie müssten eng anliegen und gewechselt werden, wenn sie feucht sind. Außerdem sollten wir darauf achten, dass wir beim Tragen nicht dran herumspielen.

Autor
Sara Talmon
Autor
Judith Schneider
Autor
SWR3