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Knoblauch, rauchen, Alkohol, mangelnde Mundhygiene – das alles kann zu schlechtem Atem führen. Doch nicht immer sind das die Gründe für Mundgeruch. Manchmal liegt auch eine Krankheit zugrunde. Wir haben für euch ein paar Tipps zusammengestellt, was gegen den üblen Geschmack helfen kann.

Stinkende Kollegen: Ansprechen oder nicht?

Stinkende Kollegen

Mundgeruch, Achselschweiß, Essensreste in den Zähnen – unangenehm. Wie sagt man es den Kollegen oder sollte man überhaupt was sagen? #twotalkgirls

Posted by SWR3 on Wednesday, May 16, 2018

Wie entsteht eigentlich Mundgeruch?

Mundgeruch; Foto: dpa/picture-alliance
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Schuld sind Bakterien im Mund beziehungsweise in der Mundhöhle. Bakterien lieben es feucht und warm. Unsere Mundhöhle ist also der perfekte Lebensraum für sie. Am liebsten nisten sie sich zwischen unseren Zähnen ein oder machen es sich auf unserer Zunge gemütlich. Dadurch entstehen nicht selten Fäulnisprozesse und Schwefelgeruch. Natürlich spielt auch unsere Ernährung eine große Rolle. Zurückgebliebene Essensreste in den Zahnzwischenräumen setzen übel riechende Gase frei. Knoblauch und Zwiebeln sind besonders hartnäckig. Sie haften sich hartnäckig auf der Mundschleimhaut fest. Vor allem bei einem trockenen Mund ist die Gefahr, dass die Bakterien einen schlechten Atem verbreiten, hoch. Produzieren wir genügend Speichel, dann haben sie es sehr viel schwerer, da sie dann weggespült werden. Eine ausreichende Speichelproduktion ist also wichtig, um unsere Zähne vor Bakterienangriffen zu schützen.

Kleiner Tipp: Besser durch die Nase, anstatt durch den Mund atmen! Dadurch trocknet der Mund weniger leicht aus und es kann genügend Speichel produziert werden. Morgens haben wir deswegen auch oft einen unangenehmen Geschmack im Mund. Vor allem Menschen, die schnarchen.

Krankheiten wie Diabetes, Schnupfen, Magen-Darm-, oder Nierenerkrankungen können ebenfalls zu unangenehmen Gerüchen im Mundraum führen. Auch Raucher leiden häufiger unter Mundgeruch. Zigarette & Co trocknen nicht nur den Mund aus, rauchen macht auch den Speichel zäh und klebrig.

Mit diesen Tricks wirst du schlechten Atem los

Schwarzer Tee; Foto: dpa/picture-alliance
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Schwarzer Tee

Forscher der University of Illinois in Chicago haben herausgefunden, dass die in dem Tee enthaltenen sogenannten Polyphenole (aromatische Verbindungen), Bakterien im Mundraum daran hindern, sich zu vermehren. Um schlechtem Atem vorzubeugen, empfiehlt es sich also morgens lieber zu einer Tasse schwarzem Tee, anstatt zu Kaffee zu greifen.

Wundermittel Backpulver

Backpulver; Foto: dpa/picture-alliance
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Backpulver hilft nicht nur Backbleche wieder sauber zu bekommen, das weiße Pulver besitzt auch viele heilsame Eigenschaften. So soll es zum Beispiel unter anderem gegen Durchfall, Arthritis und eben auch Mundgeruch helfen. Im Backpulver ist Natron enthalten. Dieses tötet Bakterien ab, die für den schlechten Atem verantwortlich sind. Am besten ihr mischt einen halben Teelöffel Backpulver mit Wasser und gurgelt damit ein bisschen. Quasi ein natürliches Mundwasser.

Äpfel essen

Kind isst Apfelschnitz; Foto: dpa/picture-alliance
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„An apple a day, keeps the Mundgeruch away.“ Die in Äpfeln enthaltene Fruchtsäure hilft gegen üblen Geschmack im Mund, da sie eine keimtötende Wirkung hat. Nach dem Essen von Knoblauch & Co sich also am besten einen Apfel zum Nachtisch genehmigen. Apfelsaft trinken hilft auch, der Effekt ist aber nicht ganz so hoch, wie bei einem rohen Apfel. Allerdings sollte das Kernobst nicht das Zähneputzen ersetzen.

Naturjoghurt

Naturjoghurt; Foto: dpa/picture-alliance
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Forscher haben herausgefunden, dass regelmäßiges Naturjoghurt essen den schlechten Atem im Mund verbessern kann. Die enthaltenen Milchsäurebakterien halten Fäulnis- und Verwesungsbakterien in Schach. Wichtig ist jedoch, dass man einen Naturjoghurt ohne Zuckerzusatz nimmt. Positiver Nebeneffekt: Regelmäßiger Verzehr wirkt sich positiv auf Zahnfleischerkrankungen aus.

Olivenöl gurgeln

Olivenöl gurgeln; Foto: dpa/picture-alliance
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Man nimmt ein bis zwei große Esslöffel Olivenöl und schwenkt das Öl dann möglichst lange im Mund hin und her. Möglichst lange heißt bis zu 20 Minuten. Versucht es auch durch eure Zahnzwischenräume zu ziehen. Deswegen nennt man diese Methodik auch Ölziehen. Die Inhaltsstoffe des Öles hemmen das Wachstum der Bakterien. Außerdem hilft das Ölziehen gegen Zahnfleischbluten, festigt lockere Zähne und lässt diese wieder weißer werden.

Frische Kräuter

Kräuter; Foto: dpa/picture-alliance
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Egal ob Dill, Minze, Petersilie, Fenchel & Co – Kräuter helfen auch gegen Mundgeruch. Ein bisschen auf Petersilie rumkaufen und schon ist der Knoblauchgeruch so gut wie verflogen. Minze kann man nicht nur in Form von Kaugummi oder Mundwasser zu sich nehmen. Roh gegessen kann sie auch für guten Atem sorgen. Dillsamen oder Fenchelsamen können ebenfalls gekaut werden.

Autor
Mirja Raff
Autor
SWR3