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Ob am Badesee oder Abends beim Grillen: Wer auserkoren wurde, gestochen zu werden, hat oft Pech. Denn der Juckreiz kann einen in den Wahnsinn treiben. Diese Tipps helfen euch! Achtung übrigens vor Tigermücken. Sie breiten sich vermehrt in Deutschland aus.

Diese 5 Tipps helfen, wenn ihr gestochen wurdet:

Tipp Nr. 1: Kühlen – aber Achtung! Eiswürfel nicht direkt auf die Haut geben, sondern vorher in ein dünnes Baumwolltuch oder einen Lappen einschlagen.

Tipp Nr. 2: Antimücken-Creme oder Antimücken-Gel auftragen – diese sogenannten Antihistaminika können die Wirkung des körpereigenen Stoffes Histamin eindämmen. Gel ist sogar noch besser als Creme, weil es nicht nur den Juckreiz lindert, sondern zusätzlich auch kühlt.

Juckender Mückenstich; Foto: imago

Wenn es juckt und juckt und juckt...

imago

Tipp Nr. 3: Mit Hausmitteln können Mückenstiche auch gut behandelt werden. Zum Beispiel mit einer Zwiebelhälfte. Die enthält unter anderem Schwefelöl. Das kühlt nicht nur, sondern desinfiziert auch noch. Oder man greift zur Zahnpastatube. In Zahnpasta stecken ätherische Öle und die kühlen und mindern den Juckreiz.

Tipp Nr. 4: Falls die Mücke sticht, während man mit dem Fahrrad in der Natur unterwegs ist: Dann hilft Spitzwegerich. Die Blätter in der Hand zerdrücken, bis sie nach Pilzen riechen, anschließend den Stich damit einreiben.

Tipp Nr. 5: Auf keinen Fall kratzen, weil dadurch Krankheitserreger in den Körper gelangen und sich der Stich der Mücke entzünden kann.

All das hilft bei euch nicht?

Wer zum harten Zeug greifen möchte, könnte einen Stichheiler ausprobieren. Diese arbeiten mit einer Hitze von über 50 Grad. Das schmerzt eine Millisekunde. Aber dadurch wird das Eiweiß Histamin, welches für den Juckreiz verantwortlich ist, zerstört. Die Anschaffungskosten liegen zwischen 20 und 30 Euro.

Wer es gar nicht erst zum Stich kommen lassen will: Kaffee oder Tee hat Anti-Mückenmittel getestet!

Do it yourself: Sommerspray gegen Mückenstiche

Wer experimentierfreudig sein möchte, kann einen natürlichen Schutz gegen die fliegenden Biester selbst zusammenmischen und in eine Sprühflasche füllen.

Die Zutatenliste:

  • Lemongras 5 Tropfen
  • Zedernöl 1 Tropfen
  • Zypresse 1 Tropfen
  • Rosengeranie 1 Tropfen
  • Eukalyptus 1 Tropfen
  • Jojoba-Öl 2,0 g
  • Solubolol 3,0 g
  • Ethanol 70 % 25,0 g

Asiatische Tigermücke breitet sich in Deutschland aus

Ursprünglich sind die Stechmücken in den süd- und südostasiatischen Tropen und Subtropen zuhause. Sie können gefährliche Erreger wie beispielsweise Zika-Viren übertragen. Erste Exemplare der Tigermücke waren vor zehn Jahren in Deutschland aufgetaucht: an einem Rastplatz der A5 bei Weil am Rhein. In Freiburg und Heidelberg überwintern die Mücken bereits. Experten rechnen damit, dass die Art im Zuge des Klimawandels in Europa immer günstigere Umweltbedingungen vorfindet und sich ihre Ausbreitung daher kaum mehr stoppen lässt.

Folgendes ist zu beachten:

Eine weibliche Asiatische Tigermücke; Foto: dpa/picture-alliance
dpa/picture-alliance
  • Grundsätzlich fliegt die Tigermücke gerne in Autos rein, weil sie gerne Menschen hinterher fliegt.
  • Nach dem Urlaub in Italien, Kroatien oder Südfrankreich auf jeden Fall das Auto absuchen, ob eine drin ist.
  • Problematisch wird es, wenn Tigermücken an Brutstätten wie Regenfässer gelangen.
  • Man erkennt sie daran, dass sie auf der Rückseite des Vorderkörpers einen weißen Längsstreifen hat, den nur diese Mücke besitzt.

Wenn ihr eine Tigermücke seht, macht am besten ein Foto mit dem Handy und schickt dieses an folgende Adresse: info@kabsev.de